Umfrage an Tankstelle: E10 hat wenig Freunde

Hat Zweifel am versprochenen Vorteil für de Umwelt: Frank Volland aus Melsungen. Fotos: Heimel 

Melsungen. Nahezu täglich ist der Kraftstoff E 10 in der Diskussion. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und der hessische Verkehrsminister Florian Rentsch fordern den sofortigen Verkaufsstop des Benzins, dem zu zehn Prozent „biologisch erzeugtes Ethanol“ beigemischt wird.

Um zu erfahren, was Verbraucher in Melsungen von dem umstrittenen Kraftstoff halten, haben wir uns an der Avia-Tankstelle an der Nürnberger Straße bei zufällig ausgewählten Kunden umgehört.

Sabrina Gombert

Für Sabrina Gombert (49) aus Malsfeld-Dagobertshausen kommt E 10 nicht in den Tank: „Wir tanken normales Super, mein Mann ist der Meinung, dass man mit E 10 viel mehr Sprit verbraucht!“ Ein Befürworter des Biokraftstoffs ist Mehmet Emin Emce (30) aus Melsungen. Er tankt regelmäßig E 10 mit dem Argument, dass es grundsätzlich preisgünstiger sei.

Janina Reitz

Sorge um den Motor haben Sascha Liebich (29) aus Morschen - „Ich traue dem Zeug nicht“ - und Janina Reitz (27) aus Melsungen: „Man hat doch schon oft genug gehört, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, dass das Auto keinen Schaden nimmt.“

Der gleichen Meinung ist auch Monika Hertwig (62) aus Melsungen-Kirchhof. Man sei bereits mit der Einführung von E 10 für dumm verkauft worden, im Prinzip habe es niemand haben wollen, und es sei doch viel zu wenig ausgetestet, um es für den Verbraucher risikofrei auf dem Markt bringen zu können. „Unser Autohersteller garantiert für unser Auto zwar gute Verträglichkeit von E 10, den Schaden hat man aber dann doch selbst zu tragen, wenn am Auto dadurch etwas kaputtgeht“, sagen Susanne (47) und Fred (51) Jungkurth aus Thüringen.

Mehr in der gedruckten Ausgabe.

Von Dorothee Heimel

Quelle: HNA

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