Offenbar Lösung gefunden

Herlefeld: Umleitung über Ars Natura sorgte für Verwirrung

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Nutzung auf eigene Gefahr: Einen Winterdienst wird es auf dem Kunstwanderweg Ars Natura – hier das Kunstwerk „Unterhaltung“ oberhalb von Herlefeld – nicht geben.

Herlefeld. Für viel Verwirrung und Ärger hat in den vergangenen Tagen die geplante Straßensperrung zwischen Herlefeld und Nausis und die damit verbundene Umleitung gesorgt. Jetzt aber gibt es offenbar eine Lösung, mit der alle Seiten leben können.

Die Chronologie der Ereignisse: Am Mittwoch, 27. August, informieren Hessen Mobil und Stadt Spangenberg die Bewohner Herlefelds über die Bauarbeiten und die geplante Umleitung. Bei der Veranstaltung heißt es, dass alle Fahrzeuge unter zwölf Tonnen Gewicht über den Kunstwanderweg Ars Natura umgeleitet werden sollen. Schwerere Fahrzeuge sollen eine weiträumige Umfahrung über Waldkappel wählen. Am Freitag, 29. August, berichtet die HNA über diese Pläne.

Am Montag, 1. September, erhält die HNA von der Ars Natura-Stiftung zwei Briefe, die die Stiftung an Hessen Mobil und an die Stadt Spangenberg geschickt hat. Darin beklagt die Stiftung, dass sie erst aus der Zeitung von den Plänen erfahren hat und fordert, den Verkehr nicht über den Ars Natura umzuleiten.

Am Dienstag, 2. September, teilt Hessen Mobil auf HNA-Anfrage mit, dass der Ars Natura nicht von allen Fahrzeugen genutzt werden dürfe. Nur Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr und Schulbusse seien zugelassen. Spangenbergs 1. Stadtrat Wilfried Dräger kündigt an, wer den Weg ohne Genehmigung nutze, müsse mit einem Ordnungsgeld rechnen. Mit dieser Lösung ist auch die Ars Natura-Stiftung einverstanden. Die HNA berichtet darüber am Mittwoch, 3. September.

Daraufhin meldet sich am Donnerstag, 4. September, der Herlefelder Ortsbeirat zu Wort. In einer schriftlichen Stellungnahme beruft sich der Ortsbeirat auf die Versprechen, die den Herlefeldern bei der Info-Veranstaltung gemacht wurden. Er fordert, dass auch die Bewohner Herlefelds eine Genehmigung erhalten, den Ars Natura zu nutzen.

Am Nachmittag desselben Tages erfährt die HNA auf Anfrage bei der Stadt Spangenberg, dass ein Kompromiss gefunden wurde. Die Herlefelder können nun den Ars Natura nutzen - allerdings auf eigene Gefahr. Denn einen Winterdienst beispielsweise wird es auf der Strecke nicht geben. Der normale Durchgangsverkehr muss auf die regulär ausgeschilderte, weiträumige Umfahrung ausweichen. Mit dieser Lösung, so die Auskunft der Stadt, habe sich auch die Ars Natura-Stiftung einverstanden erklärt.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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