Umrüstung auf digitales TV sorgte für viel Arbeit

Schwalm-Eder. Viele Menschen im Schwalm-Eder-Kreis haben die Umrüstung auf den digitalen Satellitenempfang verschlafen. Am Montag, dem Tag nach der Abschaltung des analogen Signals, war in vielen Fernsehgeschäften des Landkreises jede Menge los.

"Ich habe den Laden voll", sagte ein Mitarbeiter der Firma Dingel Expert TV in Homberg. Wesentlicher Grund dafür sei die Nachfrage nach den digitalen Receivern.

Das Telefon im TV-Unternehmen von Ulrich Winzenburg in Felsberg stand am Montag nicht still: Zum einen suchten die Kunden Hilfe, weil sich die Sendeplätze verschoben hatten, zum anderen gab es viele Fernsehzuschauer, die die Umstellung von analogen auf digitalen Satellitenempfang bisher ignoriert hatten. "Unsere Techniker sind seit dem frühen Morgen unterwegs, um den Kunden zu helfen. Und für den Rest der Woche sind wir auch schon fast ausgebucht", sagte Ulrich Winzenburg. Seit Herbst vergangenen Jahres hatten er und seine Mitarbeiter die Kunden auf die bevorstehende Umstellung hingewiesen und auch schon viele Antennen umgestellt.

Auch im Elektrofachgeschäft von Irmgard Jaeckel in Neukirchen liefen gestern die Telefone heiß. "Ich könnte den Hörer in einen Eimer kaltes Wasser hängen", sagte sie. Bei Gerold Stiebeling aus Schwalmstadt blieb es am Montag vergleichsweise ruhig. Derzeit sei er mit seinen Leuten vermehrt dabei, Verteilerpunkte für größere Häuserblocks umzurüsten.

Bei den Kunden des Melsunger Unternehmens EP Schanze blieb kaum ein Fernsehbildschirm schwarz: "Weit über 90 Prozent unserer Kunden haben bereits in den vergangenen Monaten von analog auf digital umgestellt", sagt Doris Schanze. Mehr zu tun hatten alle befragten Unternehmen am Montag auch, weil sich die Frequenzen von mehreren öffentlich-rechtlichen Sendern durch die Umstellung verschoben hatten.

Das bestätigt Thorsten Herke aus Fritzlar. Der Inhaber des Geschäfts Digisat musste gestern mehr Sender einstellen als Receiver verkaufen und anschließen. "Richtig viel los war in den vergangenen Wochen", sagt er. Er habe seine Kunden aber schon seit längerem auf die Umstellung vorbereitet. " Viele haben sich ohnehin schon einen HD-fähigen Receiver zugelegt. Mit diesem Ansturm hatte er aber gerechnet. (may/sis/jal/ddd)

Quelle: HNA

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