79 Bäume für Pächter

Umweltlotterie "Genau" unterstützt Streuobstwiesen bei Ippinghausen

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Historische Apfelsorten: In Ippinghausen kümmert sich die Freie Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz Fauni um ihre Pflege und vermittelt Paten. Die Lokalsorte Vaterapfel steht auf einer Wiese oberhalb Ippinghausens.   

Ippinghausen. Patenschaften kennt jeder, aber wieso nicht einmal für Obstbäume. Die Freie Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz Fauni in Ippinghausen bietet einen solchen Service an.

Und dabei wurden sie jetzt unterstützt von der Umweltlotterie „Genau“, von der sie 5000 Euro bekam.

Nach einem von Experten vorgenommenen Erhaltungsschnitt unter Beachtung naturschutzfachlicher Besonderheiten werden die Bäume in die Obhut von Obstbaumpaten gegeben, die für die Zukunft gemeinsame Pflege- und Ernteeinsätze garantieren. So sollen Streuobstwiesen im Landkreis Kassel erhalten werden, die als Kulturgut für die nordhessische Landschaft stehen. Von dem Geld will der Verein Erhaltungsschnitte für 79 weitere Bäume finden und diese auch an Paten vermitteln.

Seit 1989 kümmert sich die Freie Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz Fauni in Ippinghausen um Biotope und Obstbestände. Dazu zählt auch, Obstbäume in die Obhut von Paten zu geben. 31 Bäume konnten in den vergangenen Jahren bereits vermittelt werden. Die Pflege und Ernte übernimmt der Pate. „Wir alleine können uns gar nicht um so viele Bäume kümmern“, sagt Manfred Seydel, der die Gruppe leitet. Die Paten sorgten so für einen nachhaltigen Naturschutz und den Erhalt alter Sorten.

Einer der Apfelbäume in Ippinghausen wurde 1954 gepflanzt und konnte nur durch die intensive Pflege erhalten werden, die auch Obstpaten übernommen hatten. Für den ersten fachgerechten Schnitt sorgt der Verein durch eine Fachfirma. „Dank der 5000 Euro können wir neben vielen weiteren Baumpatenschaften außerdem alte Nistkästen durch waschbärensichere Holzbetonkästen tauschen“, so Seydel. Er hatte sein Umweltprojekt im März 2016 als eines der ersten Projekte bei „Genau“ eingereicht und den Zusatzgewinn erzielt.

Seit Einführung der Umweltlotterie haben Projekte im Landkreis Kassel fünf Mal gewonnen. Der Landkreis profitierte damit bislang mit einem Betrag in Höhe von 25 000 Euro von der Umweltlotterie für Umwelt- und Naturprojekte.

Weitere Bewerbungen für den Zusatzgewinn aus allen Kreisen und kreisfreien Städten können jederzeit unter https://www.genau-lotto.de/projekt-einreichen/ eingereicht werden. Sie werden nach fachlicher Prüfung durch den Umweltprojektbeirat in den Kreis der zur Auswahl stehenden Umweltprojekte aufgenommen. 

Kontakt: Manfred Seydel, Freie Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz Fauni, E-Mail: manfred.seydel@ippinghausen.de, Tel. 05692/6933

Hintergrund: So funktioniert die Umweltlotterie

Das Spielprinzip der Umweltlotterie „Genau“ von Lotto Hessen ist weltweit einmalig: Jeder Tipper gibt auf seinem Spielschein eine hessische Postleitzahl an und erhält pro Los eine fünfstellige Identifikationsnummer, die sogenannte Los-ID. Aus allen teilnehmenden Losen wird dann die Los-ID gezogen, auf die der garantierte Hauptgewinn von mindestens 10 000 Euro entfällt und die gleichzeitig den Gewinner-Landkreis bestimmt. Alle teilnehmenden Lose im Landkreis des Hauptgewinners gewinnen, außerdem ein Umweltprojekt. Welche Natur- und Umweltprojekte mit 5000 Euro Zusatzgewinn gefördert werden, entscheiden die jeweiligen Wochengewinner von "Genau".

Quelle: HNA

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