Neues Buch veröffentlicht

Umweltmediziner Runow möchte die Angst vor Krebs nehmen

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Ein Wunder der Natur: Mitochondrien sind kleine „Energiekraftwerke“ unserer Zellen. Wenn diese nicht richtig funktionieren bzw. die Zellatmung gestört ist, dann steigt das Risiko an Krebs zu erkranken.

Wolfhagen. Jeden Morgen erinnert eine kleine Figur den 58-jährigen Klaus-Dietrich Runow an den Tod. Diese sieht er jeden Morgen in seinem Garten. „Jeder sollte ein Tödlein haben“, sagt der Umweltmediziner. „Der Tod ist unser ständiger Begleiter.“

In seinem neuen Buch "Krebs - eine Umweltkrankheit?" macht der 58-Jährige deutlich, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis wir an Krebs erkranken. „Jeder zweite Mann und 43 Prozent aller Frauen müssen damit rechnen, an Krebs zu erkranken.“

Schon als junger Medizinstudent beschäftigte sich Klaus-Dieterich Runow mit den chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Neurodermitis. „Nur die Symptome zu bekämpfen war mir zu wenig“, sagt der 58-Jährige. Auf der Suche nach Antworten ist er in Amerika fündig geworden. „Da bin ich auf die klinische Ökologie gestoßen“, sagt der Umweltmediziner. „Wichtig ist herzufinden, wie die Umwelt auf den Körper wirkt und zu welchen Symptomen diese führt.“

Um mehr über dieses Thema zu erfahren, kratzte der Medizinstudent Klaus-Dietrich Runow damals sein letztes Geld zusammen, um nach Texas zu fliegen. „Ich bin für ein Praktikum im Enviromental Health Center nach Dallas“, erinnert sich der 58-Jährige. „Leiter ist Professor William Rea.“ Dieser habe John F. Kennedy und den Governeur von Texas , John Connally, nach dem Attentat behandelt.Während Kennedy nicht mehr gerettet werden konnte, überlebte der texanische Gouverneur. „Professor Rea gehört zu den Spitzenleuten“, sagt Klaus-Dietrich Runow. „Nachdem er selbst schwer erkrankte und nicht mehr operieren konnte, hat er sich der Umweltmedizin zugewandt.“ Ein Gebiet, für das sich der junge Medizinstudent besonders interessierte.

Als erster deutscher Arzt absolvierte Klaus-Dietrich Runow eine Umweltmedizinprüfung in den USA. Er konnte in 25 Jahren die Umweltmedizin in Deutschland salonfähig machen und gründete 1989 das erste Institut für Umweltkrankheiten in Wolfhagen. Nun erscheint sein drittes Buch. Dort beschäftigt sich Klaus-Dietrich Runow mit der chronischen Erkrankung Krebs. „Ich möchte den Leuten die Angst vor der Diagnose Krebs nehmen.“ Und das schafft man am besten mit einer fundierten Aufklärung. „Ruhig bleiben und sich nicht verunsichern lassen“, sagt der 58-Jährige. Krebs habe es schon immer gegeben.

Krebszellen seien unsere ständigen Begleiter, sagt der Umweltmediziner. „Aber solange die Immunzellen stark genug sind und tagtäglich den Kampf im Körper gegen die ausartenden Zellen gewinnen, ist alles im Gleichgewicht.“ Das Problem sei, dass im Laufe der Zeit die Immunität abnehme. Zunehmende Umweltbelastungen schwächen oder schädigen das Immunsystem.

Krebs oft vermeidbar

Zu den Umweltfaktoren, die Krebs bedingen können, gehören eine ungesunde und nährstoffarme Ernährung, Rauchen, Arzneimittel, Chemikalien und der Arzt. Diese setzten zum Teil auch Stoffe ein die krebserregend seien. „Jeder hat die Wahl“, sagt der Umweltmediziner.

„Denn 70 Prozent der Krebserkrankungen sind vermeidbar.“

Quelle: HNA

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