Stadt Homberg kauft ehemalige Straßenmeisterei und richtet einen zentralen Bauhof ein

Der Umzug ist beschlossen

Homberg. Die Homberger Stadtverordneten haben einstimmig beschlossen, die ehemalige Straßenmeisterei für 200 000 Euro zu kaufen. Dort soll künftig der Bauhof, der bislang mehrere Standorte in der ganzen Stadt hatte, an zentraler Stelle untergebracht werden.

Die Stadt hatte die ehemalige Straßenmeisterei in der Mühlhäuser Straße vor wenigen Jahren vom Hessischen Immobilienmanagement gemietet. Nun lief der Pachtvertrag aus. Die Stadt hatte noch die Option, weiterhin viele kleine Einheiten zu betreiben oder aber in die Bundeswehrliegenschaften zu investieren und dort einzuziehen.

Die Stadtverordneten waren sich einig, dass die Zusammenfassung vieler kleiner Bauhof-Einheiten an einer zentralen Stelle nur Vorteile bringen könnte: Die Zusammenlegung der im ganzen Stadtgebiet verteilten Standorte bedeute weniger Energiekosten, effektiveren Personaleinsatz und damit viele finanzielle Vorteile, sagt Peter Dewald (CDU).

Die SPD halte es beim derzeit niedrigen Zinssatz für durchaus vertretbar, das Gebäude zu verkaufen, zumal auch nicht mehr mit größeren Investitionen zu rechnen sei, sagte Stefan Gerlach.

Wegen Hessentag gemietet

Auch die Grünen stimmten zu: Es bleibe der Stadt wohl keine andere Wahl, meinte Klaus Bölling. 200 000 Euro seien ein dicker Brocken, den man aber schlucken müsse. Ein dezentraler Bauhof verursache mehr Kosten und verhindere effektive Arbeit.

Die Stadt habe die Straßenmeisterei vor wenigen Jahren angemietet, um von dort aus die Hessentagsveranstaltungen gut bedienen zu können, erinnerte Manfred Ripke (FDP). Die Mitarbeiter hätten sich dort in der Zwischenzeit natürlich gut eingerichtet: „Wir können sie ja nun unmöglich in den Davidsweg zurück schicken.“

Im Davidsweg steht das alte Gaswerk, das provisorisch als Betriebsstätte des Bauhofs genutzt wurde. Doch das hat ein großes Handicap: Dessen Mauerwerk ist aus dem Hantieren mit Chemikalien in früheren Jahrzehnten verseucht. Jetzt soll es abgerissen werden, doch das ist alles andere als ein günstiges Vorhaben. Die Kosten für den Abbruch werden auf 1,1 Millionen geschätzt, denn jeder einzelne Stein ist Sondermüll. Nun gelte es zu prüfen, ob das Altlastensanierungsprogramm des Landes greife, das bei solchen Fällen 75 Prozent der Kosten trägt, hatte Bürgermeister Wagner schon vor der Sitzung der HNA gegenüber gesagt.

Einen Teil müsse die Stadt aber auch selbst tragen. Nach d er Sanierung könne das Grundstück im Davidsweg für den Wohnungsbau oder den gewerblichen Bau genutzt werden, sagte Bürgermeister Wagner. (bra)

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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