Altes Gaswerk mit Beleidigungen versehen

Unbekannte beschmierten nagelneues Jugendzentrum in Homberg

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Unbekannte Täter haben am Wochenende das nagelneue Homberger Jugendzentrum mit Beleidigungen und Farbe beschmiert. Das Alte Gaswerk war monatelang saniert worden, Erst Ende März soll es eröffnet werden.

Homberg. Unbekannte Täter haben das neue Jugendzentrum im Homberger Davidsweg mit hässlichen Sprüchen und persönlichen Beleidigungen gegen Hombergs Ex-Bürgermeister Martin Wagner beschmiert.

Die Sprüche und Farbkleckse wurden am Wochenende auf der kompletten Fassade des Gebäudes aufgebracht. Wie Polizeisprecher Markus Brettschneider berichtet, hatten Anwohner die Schmierereien am Sonntag gegen 7.15 Uhr entdeckt und der Polizei gemeldet. Die bewertet die Tat aber keinesfalls als gewöhnliche Schmiererei oder Sprühaktion, sondern als gemeinschädliche Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund. Deshalb ermittelt nun das K 10 – die Abteilung für Staatsschutz und Kapitaldelikte.

Aktualisiert um 14.27 Uhr

Bürgermeister Dr. Nico Ritz begrüßt die Tatsache, dass die Polizei die Tat so ernst nimmt: Schließlich handele es sich dabei um eine „besonders schäbige Form des Vandalismus“, sagt der Homberger Rathauschef. Die Schmiererei könne man keinesfalls als Kavaliersdelikt bewerten: „Das geht weit über jede Form der normalen Sachbeschädigung hinaus – und ist völlig inakzeptabel“, sagt Ritz.

Die städtische Bauverwaltung will die Schäden so schnell wie möglich beseitigen lassen, denn am 26. März wird das neue Jugendzentrum offiziell eröffnet, einen Tag später soll ein Tag der offenen Tür stattfinden. An diesen Terminen werde sich auch nichts ändern, sagt Ritz: „Wir lassen uns nicht von Vandalen in die Terminplanung pfuschen.“

Für die Mitarbeiter im Bauamt bedeutet das, dass sie die Aufträge zur Beseitigung der Sprühereien schnell vergeben müssen. Denn die Farbe ist derart beschaffen, dass sie sich nicht ohne Weiteres von Fenstern und Türen beseitigen lässt. Die Sprühattacke kommt die Stadt teuer zu stehen: Dr. Ritz schätzt die Kosten auf 15.000 Euro.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können: Kontakt: Tel. 0 56 81/7740.

Quelle: HNA

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