Unbekannte zerstören sieben Grabsteine auf dem Breunaer Soldatenfriedhof

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Brachialae Gewalt: Bei der Schändung von sieben Grabsteinen auf Soldatenfriedhof in Breuna benutzten der oder die Täter offenbar einen schweren Hammer. Fotos: Käseberg/nh

Breuna. Mit einem schweren Fall von Störung der Totenruhe muss sich die Polizeistation Wolfhagen derzeit befassen: Wie ein Sprecher mitteilte, wurden vermutlich in der Nacht von Sonntag auf Montag sieben Grabsteine auf dem Soldatenfriedhof in Breuna geschändet, einige dabei sogar komplett zerstört.

Der oder die Täter müssen mit brachialer Gewalt vorgegangen sein, da es sich im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Grabsteinen um besonders massive und stabile Objekte handelt, die teilweise kurz über der Grasnarbe regelrecht durchgebrochen sind (siehe großes Bild). Welches Werkzeug die Täter benutzten ist unklar, die Polizei vermutet einen Hammer oder ähnliches. Ein Anwohner hatte bei einem Spaziergang mit seinem Hund gegen 0.30 Uhr aus Richtung des Friedhofes Klopfgeräusche wahrgenommen, sich zunächst aber nichts dabei gedacht.

Am nächsten Tag stellte der Breunaer bei einem Gang auf den Soldatenfriedhof dann die Beschädigungen fest und meldete den Vorfall bei Sabrina Käseberg, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung.

Sie überzeugte sich ebenfalls von den geschändeten Grabsteinen, dokumentierte die Beschädigungen per Kamera und rief dann die Polizei. Die Beamten schätzen den Schaden auf mindestens 3000 Euro, Steinmetz Uwe Bächt aus Naumburg sagt dazu auf HNA-Nachfrage: „Die Frage ist, wie die Steine nach der Reparatur wieder aussehen sollen. Bei dem Material handelt sich um roten Tuffstein, der relativ gut zu sanieren ist.“

Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe und hofft auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Hinweise: 05692/98290

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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