Straßenbehörde sagt: Umbau ist an drei Punkten nicht möglich

Unfälle: Vier Strecken sind lebensgefährlich

Schwalm-Eder. Vier Unfallschwerpunkte gibt es im Landkreis. In den vergangenen zwei Jahren sind dort zwei Menschen tödlich verunglückt, und sieben Menschen wurden schwer verletzt. Das bestätigte das Amt für Straßen- und Verkehrswesen jetzt unserer Zeitung.

Besonders gefährlich sind die Strecken zwischen • Borken-Kerstenhausen und Arnsbach, • die Ortseinfahrt von Borken auf Höhe des Kraftwerks, • die Strecke zwischen Allendorf und Ziegenhain und • die Strecke zwischen Lengemannsau und Ostheim (Waldstück).

An drei dieser heiklen Straßenabschnitte seien keine baulichen Veränderungen möglich, um die Unfallschwerpunkte zu entschärfen, sagt Reinhold Rehbein, Sprecher des Amtes für Straßen und Verkehrswesen (ASV). Denn bei den Unfällen habe es sich um unterschiedliche Typen gehandelt.

Ein Erlass des hessischen Innenministeriums und des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen regelt, was ein Unfallschwerpunkt ist und was nicht.

„Neuerdings müssen sich drei Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten auf einem begrenzten Streckenabschnitt innerhalb von drei Jahren ereignen“, sagt Thomas Gläsel. Gläsel ist bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder zuständig für Grundsatzfragen im Straßenverkehr. Als Streckenabschnitt gelte auch ein Verkehrsknotenpunkt wie eine Kreuzung und eine Einmündung.

Bei den Unfallschwerpunkten im Landkreis verunglückte unter anderem jeweils ein Motorradfahrer, ein Fußgänger wurde in der Nacht angefahren, und ein Fahrer verlor die Kontrolle über sein Auto.

Mit baulichen Veränderungen könnten die Ursachen nicht beseitigt werden, erklärt Rehbein.

Zwischen Lengemannsau und Ostheim ereigneten sich in diesem Jahr bereits 14 Wildunfälle. Dort könnte ein weiteres Warnschild oder eine Sichtschneise helfen, sagt Gläsel.

Eine Übersichtskarte finden sie am Mittwoch in den gedruckten HNA-Ausgaben des Schwalm-Eder-Kreises.

Quelle: HNA

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