Schwerer Unfall auf der A7 am Sonntagabend

Acht Verletzte, 69 500 Euro Schaden: Auto geriet auf A7 in Gegenverkehr

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Auto geriet auf A7 in Gegenverkehr: Stundenlang Stau bei Melsungen

Melsungen/Guxhagen. Zu einem schweren Verkehrsunfall mit acht Verletzten ist es am Sonntag gegen 17 Uhr auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Guxhagen gekommen. Die Autobahn wurde etwa vier Stunden in beiden Richtungen voll gesperrt und noch lange nach dem Unfall staute sich der Verkehr kilometerlang.

Wie die Polizei mitteilte, ist ein 26-Jähriger aus Hünfeld (Landkreis Fulda), der mit seinem VW Polo in Richtung Kassel unterwegs war, mit seinem Wagen im Baustellenbereich rechts von der Fahrbahn abgekommen und auf die ungesicherte Bankette gefahren. Der Mann lenkte gegen, prallte gegen die Mittelschutzplanke und schob sie auf die Gegenfahrbahn.

Sechs hinter ihm fahrende und sich auf der Gegenfahrbahn befindliche Fahrzeuge stießen daraufhin zusammen, so die Polizei. Dabei wurden acht Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Sie wurden in Krankenhäusern in Kassel behandelt.

Fünf der unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von insgesamt 69 5000 Euro.

Die Feuerwehren Melsungen und Guxhagen waren bei den Bergungsarbeiten im Einsatz. An den beteiligten Fahrzeugen mussten Batterien abgeklemmt und auslaufende Kraftstoffe mit Bindemittel abgestreut und eingekehrt werden.

„Da sich die Unfallstelle im Baustellenbereich befand, hatten wir Schwierigkeiten, zu ihr zu gelangen“, sagte Ulrich Brandenstein von der Feuerwehr Guxhagen. Die Einsatzkräfte hätten teilweise aus ihren Fahrzeugen aussteigen und die Fahrer der im Weg stehenden Fahrzeuge einweisen müssen, um den Weg frei zu machen. Erschwerend sei hinzu gekommen, dass die Einsatzkräfte die Autobahn in entgegengesetzter Richtung hätten befahren müssen.

Die Verletzten wurden durch mehrere Rettungsteams, Notärzte sowie einen Sanitätszug unter dem leitenden Notarzt versorgt. Neun Rettungswagen waren vor Ort. Lebensgefahr bestand für keines der Unfallopfer.

Nachdem die Unfallstelle am Abend geräumt war, kam es weiter zu erheblichen Behinderungen, da die auf 30 Metern gerissenen und verschobenen Schutzplanken in der Autobahn-Baustelle repariert werden mussten. „Die Schwierigkeit dabei war, dass wir Teile aus der Mittelleitplanke herausschneiden mussten, um sie wieder zusammenzufügen“, sagte Brandenstein. Dadurch hätten sich die Reparaturarbeiten verzögert.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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