39-Jähriger fuhr mit seinem Wagen in ein Brückengeländer und setze die Fahrt fort

Unfallflucht mit 2,19 Promille

Schwalmstadt. Wegen fahrlässiger und vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort musste sich ein 39-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis am Donnerstag vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu weiteren sieben Monaten Führerscheinentzug und einer Gesamtgeldstrafe von 45 Tagessätzen zu 30 Euro. Auch trägt er die Kosten des Verfahrens.

Der 39-Jährige gab an, im Oktober vergangenen Jahres nach familiären Problemen und einem Streit mit seiner Ehefrau das Haus verlassen zu haben. Er sei nach Schwalmstadt gefahren und dort in einer Gaststätte eingekehrt, wo er Bekannte getroffen und Bier getrunken habe. Danach habe er sich auf den Heimweg gemacht. „Ich dachte, ich könne noch fahren“, sagte der Angeklagte.

Auf dem Weg von Ziegenhain nach Allendorf verlor der Angeklagte die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr in ein Brückengeländer und setzte die Fahrt fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Er fuhr einen Leitpfosten um und kam nach weiteren 50 Metern zum Stehen.

Angeklagter zeigte Reue

Die Polizei griff den offensichtlich stark alkoholisierten Mann auf, stellte seinen Führerschein sicher und veranlasste eine Blutprobe. Diese ergab 2,19 Promille. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht reumütig. „Ich bin froh, dass es beim Materialschaden geblieben ist“, sagte er.

Die Bedenken des Verteidigers im Hinblick auf den Vorwurf der Unfallflucht konnte der Richter nicht teilen.

Der Angeklagte habe seine Fahrt unter Alkoholeinfluss fortgesetzt und sich 250 Meter vom Unfallort entfernt, um sich einem möglichen Zugriff durch die Polizei zu entziehen.

Der Angeklagte hatte angeben, er habe sein Auto nach dem Schaden am Brückengeländer abstellen wollen. (zhk)

Quelle: HNA

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