Ungetrübter Spaß am See: Gesundheitsamt vergab gute Noten 

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Gaben der Wasserqualität wieder ein Mal die Note 1: Holger Pfetzing (links) und Klaus Baritz vom Gesundheitsamt an der Stockelache in Borken.

Schwalm-Eder. Das gab eine glatte Eins: Das Kreisgesundheitsamt hat Freitag die Wasserqualität der Badeseen in der Region mit „sehr gut“ bewertet. Die Badegäste könnten also in saubere Fluten springen – dem ungetrübtem Badespaß steht nur noch das schlechte Wetter im Wege.

Das gab eine glatte Eins: Das Kreisgesundheitsamt hat gestern die Wasserqualität der Badeseen in der Region mit „sehr gut“ bewertet. Die Badegäste könnten also in saubere Fluten springen – dem ungetrübtem Badespaß steht nur noch das schlechte Wetter im Wege.

Das Ergebnis der Gewässerprüfung bedeutet Qualitätsstufe A, besser könnte es also gar nicht sein. Zu diesem Ergebnis kamen die Prüfer bei allen vier Badeseen im Landkreis: der Stockelache in Borken, dem Neuenhainer See in Neuental, dem Silbersee in Frielendorf und dem Natur-Badesee in Beiseförth. Das gute Ergebnis kommt nicht überraschend, denn die Badeseen im Schwalm-Eder-Kreis wurden bisher nie beanstandet.

Qualitätstufe A ist damit sozusagen seit Jahren Standard. Bei der Keimbelastung bedeutet das für die Schwimmer und Plantscher, dass es so gut wie keine Keime im Wasser gibt und man unbedenklich darin spielen und schwimmen kann. „Wir haben deshalb auch alle vier Seen wieder frei gegeben“, sagte Holger Pfetzing vom Gesundheitsamt. Keimfrei gibt es nicht Keimfrei kann kein offenes Gewässer sein, denn über tierische und menschliche Schwimmer gelangen immer wieder Keime ins Wasser.

Das ist natürlich und macht nicht krank, wenn die Bakterienzahl unterhalb der Grenzwerte bleibt. Nur in der heißen Sommerzeit, wenn die Temperaturen für mehrere Tage auf über 30 Grad steigen, kann es passieren, dass die Keimbelastung steigt. Denn Darmbakterien vermehren sich bei Wärme im Wasser gern und schnell. Die Wasserqualität kann also an heißen Sommertagen durch viele tausend Besucher und das, was sie mit in den See hinein tragen, leiden. Das sind neben Hautschuppen und Bakterien auch Reste von Sonnencremes und Ölen.

„Da wird das Öko-Gleichgewicht gestört – und da hat ein See auch richtig dran zu knapsen“, erläuterte Klaus Baritz vom Gesundheitsamt. Trübes Wasser Das Wasser werde in diesen Fällen trüb. Das würde sich zwar im Falle von Badeunfällen ungünstig auf die Rettung auswirken, sage aber über die Keimbelastung des Wassers zunächst nichts aus, betonte er.

Zu- und Abflüsse sowie Pumpen beispielsweise für Fontänen, wie es sie an der Stockelache gibt, sorgten zudem für eine stete Durchmischung des Wassers und unterstützten die Reinigung. Dank der ständigen Kontrollen durch das Gesundheitsamt können die Badegäste aber auch an heißen Tagen beruhigt weiter schwimmen gehen. Bei Übersteigungen der Grenzwerte werden die Besucher sofort informiert – und der See gegebenenfalls auch vorübergehend für den Publikumsverkehr geschlossen.

Über die jeweils aktuellen Werte können sich die Gäste an den Badeseen informieren, dort hängen sie aus. Sie werden aber auch auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie veröffentlicht: www.badeseen.hlug.de

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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