Hasenfamilie fühlt sich zwischen den Grabfelder wohl

Ungewöhnliche Bewohner auf dem Friedhof von Böddiger

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Böddiger. Friedhöfe sind üblicherweise Orte der Trauer und des Gedenkens. Im Felsberger Stadtteil Böddiger herrscht dort zurzeit jedoch nicht die gewohnte Ruhe, sondern eher reges Leben. Dafür sorgt eine Häsin, die auf und zwischen den Gräbern ihre Jungen aufzieht.

Ohne Scheu springt sie über das Gelände, nur Fotoapparaten gegenüber ist sie eher skeptisch und sucht das Weiter. Das Nahrungsangebot auf dem Friedhof ist üppig, schließlich werden immer wieder frische Blumen und Sträucher gebracht. Dem Vernehmen nach munden der wohlgenährten Häsin vor allem Nelken. Ihren Nachwuchs versteckt sie unter anderem zwischen den Pflanzen auf den Gräbern. Da kann es dann durchaus sein, dass man beim Gießen in etwas verängstigte kleine Hasenaugen schaut. Drei bis vier Jungtiere sind gesichtet worden.

Die Gräber bieten offenbar willkommenen Schutz vor Raubvögeln. Für die Besucher des Friedhofs hat es sich schon eingebürgert, dass man auch nach den Hasen schaut, und dass man einige Blumen für die Hasenfamilie opfern muss, wird überwiegend mit Gelassenheit akzeptiert. (hro)

Quelle: HNA

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