Suchaktion für Samtpfote

Ein ungewöhnlicher Kater ruft Tierschützer auf den Plan

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Mag Menschen: Das Verhalten dieses Katers ist selbst für die erfahrenen Tierschützer aus Homberg und Borken ungewöhnlich. Das gefundene Tier ist sehr zutraulich und klug.

Homberg/Borken. Er hat lauthals auf sich aufmerksam gemacht: Der schwarz-weiße Kater, der zwei Tage durch Mörshausen streunte und lauthals miaute. Schließlich haben sich Anwohner seiner angenommen und den Tierschutzverein Homberg/Borken über den Kater informiert. Das war am Samstag, 8. Dezember.

Mittlerweile hat der Kater in Malsfeld eine vorübergehende Herberge gefunden, denn alle Pflegestellen des Vereins sind rappelvoll. Nun hofft der Verein, die Besitzer des Katers zu finden, denn das Tier sorgte bereits für Überraschungen.

Und das schon beim Einfangen: „Das Katerchen ging bereitwillig in die Transportbox, in Malsfeld angekommen kam er gleich aus der Box, legte sich auf die Couch und putzte sich“, sagt Sonja Hentschel, Vorsitzende des Vereins. Allein das sei ungewöhnlich, doch damit längst noch nicht genug.

„Er schnurrte gleich, fraß und trank“, sagt sie. Dann sei der Kater durch die Wohnung gelaufen und habe alles inspiziert. „Er fremdelte zu keiner Zeit.“

Innerhalb einer Woche habe sich der Kater komplett in seinem neuen Heim eingelebt und sich so in die Familie integriert, als wäre er schon immer da gewesen, „Er ist eine Knutschkugel und ganz bemüht zu gefallen.“

Doch damit noch immer nicht genug: Der Kater schmust mit den Familienmitgliedern, hat keinerlei Scheu. „Jeder der eine Katze hat weiß, wie ungewöhnlich dieses Verhalten ist. Bei so viel Bezug zu Menschen und bei so viel Lernfähigkeit ist man fast versucht zu glauben, es handele sich um einen Hund“, sagt Hentschel. Ganz sicher könne man aber davon ausgehen, dass dieses besondere Tier in einer Familie lebte und es dort richtig gut hatte.

Vor allem wegen der großen Entdeckungslust des Schmusetigers sind die Vereinsmitglieder auf eine Idee gekommen: „Es könnte sein, dass er vielleicht in ein Auto oder einen Anhänger gesprungen und mitgefahren ist. Dann kann er seinen Heimweg nicht finden“, erklärt Hentschel. Umgekehrt, würden die Besitzer ihn vermissen. Das nach ihm gesucht wird, davon geht sie aus. „Das kann gar nicht anders sein. Er ist sehr gut gepflegt und hat keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht.“ Damit, dass der Kater und seine Besitzer nicht zueinander finden, wollen sich die Tierschützer nicht zufrieden geben.

Nur zu gern würden sie für den Kater ein Weihnachtswunder bewirken und seine Halter finden. Dabei hoffen sie auf die Hilfe der HNA-Leser.

Auch würde ein derart auf Menschen fixiertes Tier nicht einfach weglaufen. „Er liebt die Nähe seiner Menschen, und der Gedanke, dass irgendwo zu Weihnachten ein Kind weint oder ein Erwachsener traurig ist, weil sein Kater weg ist, treibt uns an weiter zu suchen. „Er hatte es gut und so soll er es auch wieder haben.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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