Musikabend der Filchner-Schüler mit Pep, Pop und sinfonischem Treibstoff

Mit Lea ins Universum

Starke Stimmen: Der Unterstufenchor der WFS überzeugte in der Kulturhalle. Von links: Carolin Wachenfeld, Hanna Tichatschek, Elisa Schorsch und Hanna-Sophia Löwenstein. Fotos: Hoffmann

Wolfhagen. Wozu braucht Deutschland eine Lena, wenn Wolfhagen doch seine Lea hat? Mit Wucht schickte Lea Reinmold am Dienstagabend beim Schulmusikabend der Wilhelm-Filchner-Schule Meyer-Landruts „Satellite“ ins musikalische Universum, angetrieben durch eine ordentliche Portion Treibstoff des Jugendorchesters. Dass der Grand-Prix-Siegertitel auch ohne typischen Lena-Slang funktioniert, da waren sich die mehreren hundert Besucher in der Kulturhalle einig.

Jüngst als „Schule mit Schwerpunkt Musik“ ausgezeichnet, waren die Zuhörer mit entsprechend hohen Erwartungen gekommen. Denen gerecht zu werden, war nicht nur für Lea ein Leichtes. In rund zwei Stunden zeichneten die verschiedenen Musikgruppen der Wolfhager Gesamtschule ein respektables Bild ihrer Arbeit. Nicht ganz so fetzig und ausgefallen wie im Vorjahr, doch aber durchweg auf hohem Niveau.

Schon der Traditional „Evening rise“ zum Auftakt legte die Messlatte hoch. Mit unzähligen Kerzen begrüßte der Oberstufenchor das Publikum während eines Gangs durch die Halle. Die Kerzen kaum erloschen, fokussierte der grelle Lichtspot die Musikklassen 6G1 und 7G1. „Smoke on the Water“ nur einer ihrer Knaller, der durch Bläser statt fetziger E-Gitarren im legendären Anfangsriff überraschte.

Auch beim Unterstufenchor stimmte einfach alles, ob bei den „Straßen unserer Stadt“ oder Rihannas „Unfaithful“. Glockenklarer Gesang gepaart mit dezenter Choreographie, stürmischer Applaus war den jungen Sängern garantiert. Ungewohnt zurückhaltend der Refrain von Mike Oldfields „Shadow on the Wall“ in der Interpretation des Bandprojekts der 6F, „Oye como va“ ging dafür umso lockerer von der Hand.

Der zweite Teil des Abends gehörte schließlich den Gruppen, denen die Schule einen Großteil ihrer musikalischen Bestnoten zu verdanken hat: Oberstufenchor, Jugendsinfonieorchester und Big Band. Bei den ältesten Sängern der WFS dreht sich in diesem Jahr alles um das Thema Wasser. So hatten sie „Die Launige Forelle“ im Gepäck, gingen „Down to the River to pray“ und ließen es im Weather-Girls-Klassiker „It’s raining Men“ Männer regnen. Zu den Höhepunkten zählte gewiss auch das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Bodo Krah. John Lloyds „A hectic Overture“ überzeugte ebenso wie der erste Satz aus Antonín Dvoráks Symphonie „Aus der anderen Welt“.

Spaß bis in die Fußspitzen

Zum Finale fast schon ein Muss, der Auftritt von Peter Altwassers Big Band. Der Spaß ging dabei nicht nur bis in die Fußspitzen des musikalischen Leiters, auch die Zuschauer wippten rege mit, als der „Pink Panther“ sein musikalisches Unwesen trieb, Sammy Nesticos „Fun Time“ für Stimmung sorgte und Natascha Knackstedt mit ihrer Hammerstimme den „Big Spender“ gab.

Auch da stellte sich wieder die Frage: Wofür braucht Deutschland eigentlich eine Lena Meyer-Landrut?

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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