Rödeser Berg - Aktionstag der Gegner von Windkraft im Wald

Windkraft-Gegner zu Rödeser Berg: „Unser Berg darf nicht verschandelt werden“

Nothfelden. „Atomkraft – nein Danke“ steht auf einem gelben Button an Thomas Müllers Jacke. Das Mitglied der Bürgerinitiative „Keine Windräder in unseren Wäldern“ will damit ein Zeichen setzen.

Er machte am Sonntag mit seinen Mitstreitern an der Nothfelder Grillhütte gegen die geplanten Windräder am Rödeser Berg mobil.

Klingt zunächst nach einem Widerspruch, doch dem ist nicht so, wie Horst Koenies sagt: „Als Bürgerinitiative sind wir ohne Wenn und Aber gegen Atomkraft und stellen den Umstieg auf regenerative Energien überhaupt nicht in Frage.“ Er sei nicht müde, dies immer wieder zu betonen, insbesondere in Zeiten, in denen die ganze Welt voller Angst nach Japan schaue. „Heute die Veranstaltung wegen der dramatischen Situation abzusagen, das wäre irrsinnig, denn wir sind auf der Seite der Atomkraftgegner“, so Koenies.

Müller hält es gerade jetzt für wichtig, auf die Problematik hinzuweisen. „Während seitens der Befürworter der Pläne vor der nahenden Kommunalwahl Windstille herrscht, ist zu befürchten, dass nach dem 27. März Fakten geschaffen werden, etwa durch einen 200 Meter hohen Windmessturm auf dem Rödeser Berg.“

40 Besucher

Machte mit beim Protest: Brigitte Pillardy.

Seit zweieinhalb Jahren kämpft die Bürgerinitiative gegen den Eingriff in die Natur, für eine Umsetzung des regenerativen Ausbaus an vorbelasteten Standorten wie beispielsweise in Istha, wo bereits Windkraftanlagen stehen. Ob die Botschaft allerdings ankommt, das scheint fraglich. Zumindest das Interesse am Aktionstag „Mahnwache Rödeser Berg“ lässt daran zweifeln. Nur rund 40 Besucher sind gekommen, um gemeinsam zum Berg zu wandern und damit ein Zeichen der ökologischen Vernunft zu setzen.

„Hände weg vom Rödeser Berg“ und „Der Anfang vom Ende unserer Wälder“ steht in großen Lettern auf bunten Plakaten, die sich die Wanderer umgebunden haben. Die Ringeltaube fordert „Lasst mich hier leben“ und das Pony von Eva Becker trägt die Botschaft „Keine Windflügel auf dem Hügel“ auf dem Rücken. „Ich liebe den Wald einfach so, wie er ist, möchte dort keine Windräder haben“, so die junge Pferdeliebhaberin.

Das sehen auch Sigrid und Klaus Pudewell so, halten es für wichtig, die Bevölkerung auf die Schönheit der Region aufmerksam zu machen: „Unser Berg darf nicht verschandelt werden.“

Quelle: HNA

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