Brutaler Überfall in Altenhasungen

Brutaler Überfall in Altenhasungen: Betreuer suchten Jugendliche

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Einrichtung für Jugendliche: Kurz nach dem Ortsausgang liegt der Jugendhof (im Hintergrund) Am Bärenberg. Die drei Täter waren im Haus der Drogenhilfe Nordhessen untergebracht.

Wolfhagen. Die drei Täter des brutalen Raubüberfalls auf eine 66-Jährige in Altenhasungen waren in der Jugendhilfeeinrichtung "Kleiner Bärenberg" der Drogenhilfe Nordhessen untergebracht. Dort ist man nach der Tat tief betroffen.

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Die Aufnahme in die Einrichtung "Kleiner Bärenberg" ist freiwillig, sagt der Geschäftsführer der Drogenhilfe Nordhessen, Ralf Bartholmai. „In den Jahren des Bestehens der Einrichtung hat es keinen derartigen Vorfall gegeben. Das Zusammenleben mit den Menschen der Region haben wir immer sehr positiv und annehmend erlebt. Umso mehr sind wir über dieses Ereignis tief betroffen und unser Mitgefühl gilt der verletzten Verkäuferin.“

Direkt nach dem Verschwinden der Jugendlichen habe man die Polizei informiert und mehrere Betreuer der Einrichtung seien losgefahren, um die drei zu finden – jedoch ohne Erfolg.

Als Konsequenz wurden die Jugendhilfemaßnahmen der betroffenen Jugendlichen in Absprache mit den Jugendämtern am Freitag beendet, da ein offenes Setting nicht mehr genügend Schutz bieten kann, sagt Bartholmai weiter.

Ralf Bartholmai

„Insgesamt sind wir alle in der Pflicht, uns mit der zunehmenden Gewalt in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen“, sagt der Geschäftsführer. „Für den Kleinen Bärenberg werden wir zeitnah eine Überprüfung der konzeptionellen Schwerpunkte durchführen und entsprechende Konsequenzen ziehen.“

Man habe auch mit der Geschäftsführerin des Dorfladens, Marion Jeschke, Kontakt aufgenommen, da „klar sei, dass dies alle geschockt hat“. Es wurde das Angebot unterbreitet, sich zusammenzusetzen, um die Thematik zu erörtern und Lösungen zu finden.

Ein Täter in Einrichtung

Nach der Festnahme der jugendlichen Täter am Mittwochabend wurde einer von ihnen, der 15-Jährige, in eine geschlossene Jugendeinrichtung in Kassel gebracht. Die beiden 16-Jährigen wurden nach der Vernehmung durch Beamte des Kommissariates K 35 Raub auf freien Fuß gesetzt.

Die Kasseler Kripo ermittelt weiterhin wegen schweren Raubes. (uli)

Quelle: HNA

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