Unshausen: Mit der Säge für die Heide

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Sie sorgen für Ordnung: von links Thomas Reyer, Andres Czornik, Stefan Becker und Harald Sewing in der Unshäuser Heide.

Unshausen. Oberhalb von Unshausen wird derzeit viel gesägt und gearbeitet. Vier Männer sind dort am Werk, um die Unshäuser Heide – wie das Geländestück genannt wird – in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Auf zwei Teilstücken à 10.000 Quadratmetern sind Thomas Reyer, Andres Czornik und Stefan Becker im Rahmen der Bürgerarbeit sowie Harald Sewing im Einsatz.

Die Gemeinde Wabern hat die Flächen für drei Jahre kostenlos von den Eigentümern gepachtet, um das Gelände wieder zu dem zu machen, was es einmal war: eine Hutefläche.

Kommt wieder zu Ehren: Eine Wacholderpflanze in der Unshäuser Heide. Foto: Dellit

Mit einer Schäferin habe man schon Kontakt aufgenommen, erläuterte Waberns Büroleiter Claus Steinmetz. Die vier Männer haben Hecken und Bäume entfernt und die relativ seltenen Wacholderbüsche freigeschnitten.

Das Ziel der Aktion ist die Wiederherstellung alter Kulturlandschaften. Dafür wurden die Bürgerarbeitsplätze auch angemeldet, die vom Bundesverwaltungsamt in Kombination mit den Jobcentern finanziert und organisiert werden. 30 Stunden pro Woche sind die Männer seit Dezember bei Unshausen im Einsatz.

Bei der Unshäuser Heide handelt es sich um einen Magerrasen, also ein nährstoffarmes Gebiet, in dem bestimmte Pflanzenarten wachsen. In diesem Fall sind es besonders die eher seltenen Wacholderbüsche. Um ihnen besseres Wachstum zu ermöglichen, wurden sie freigeschnitten und zahlreiche andere Pflanzen wurden entfernt. Auch Bäume, die umzufallen drohten, wurden abgesägt, sagt Steinmetz.

Für die Einwohner von Unshausen und der Umgebung ist das Gelände hoch über dem Waberner Ortsteil unter anderem für Spaziergänge beliebt. Früher, so erinnert sich Claus Steinmetz, sei dort oben auch jeden Winter eine prima Rodelstrecke gewesen.

Quelle: HNA

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