Kaufunger Künstlerin Sabine Große stellt ihre Werke in der Galerie Holzburg aus

Unsichtbares wird sichtbar

Auseinandersetzung mit dem Alltäglichem: Sabine Große zeigt in der Galerie Holzburg ihre Ausstellung zum Thema Schatten und Schichten. Foto: Rose 

Holzburg. Schatten, Schichten - so heißt die erste Ausstellung der Saison in der Galerie Holzburg. Die Kaufunger Künstlerin Sabine Große stellt dort Gummidrucke aus, am Sonntagnachmittag wurde die Schau eröffnet.

Dr. Anton Merk hieß die Gäste willkommen, mit gewohnter Frische und Lockerheit gab er zu: „Ich weiß nicht, was Gummidrucke sind - aber die Künstlerin ist da, um uns das genau zu erklären.“ Große bediene sich der Fotografie, die Ergebnisse seien in der Wirkung jedoch nicht fotografisch. Ihre Werke stellten „Kunst für die Ruhe“ dar.

Ruhe und Inspiration suchte Sabine Große an unterschiedlichen Orten: in Italien, auf einer Hallig und den Mafia-Inseln. Was die Künstlerin fand, in der Natur und an Alltagsgegenständen, verarbeitete sie in Schichten zu faszinierenden Werken. Dabei ist es nicht der Malpinsel, sondern quasi der Pinsel der Natur, der das Ergebnis der Drucke beeinflusst.

Sabine Große nutzt das Licht der Sonne, das Schatten von Gegenständen zeichnet. Dazu beschichtet sie Papier mit Pigmenten und Gelatine und setzt dieses dem Licht aus. „Dorthin, wo das Licht fällt, härtet die Farbe aus“, verdeutlichte die Kaufungerin. So entstünden Werke, die über Jahre hinweg wüchsen. „Auch der Zufall ist ein wichtiger Faktor“, sagte Große. Das Verfahren des Gummidruckes habe sich im 19. Jahrhundert entwickelt, „damit wurden die ersten Farbfotos gemacht“. Was sie besonders fasziniere sei, dass man in und mit der Natur arbeiten könne. So setze sie sich in ihrer Arbeit mit der Erforschung von Orten, Räumen und der Zeit auseinander. Diese Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen - das Besondere, Spuren des Unsichtbaren im Sichtbaren zu entdecken - prägten die Vorgehensweise. Denn durch die Überlagerung der Schatten und Farben entstünde etwas Neues - vollziehe sich eine Wandlung, die einen anderen Zusammenhang offenbare. Sabine Große adaptiert dabei die Farbigkeit von anderen Medien, von Grafiken und der Malerei: „Daraus entsteht ein fast meditativer Zusammenhang“, sagte Dr. Anton Merk.

• Zu sehen ist die Ausstellung in der Galerie Holzburg noch bis zum 31. Mai jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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