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Lesebuch stellt 33 Schlösser und Burgen in Nordhessen vor

Habichtswald. Sie überragen die Städtchen und Dörfer, bieten häufig tolle Aussichten und sind sichtbarer Teil unserer vielfältigen Geschichte: die Schlösser und Burgen in Nordhessen. 33 von ihnen stellt Jürgen Nolte in einem neuen Buch vor, das im Gudensberger Wartberg-Verlag erschienen ist.

Der frühere HNA-Journalist, der in Habichtswald-Ehlen lebt, weiß, wie es geht: Zu jeder der traditionsreichen Gebäude und Anlagen erzählt er nette Geschichten, hebt das Besondere hervor und weckt so das Interesse über die rein historischen Fakten hinaus.

Zur Gudensberger Obernburg erinnert er an die Geschichte von Sophie von Brabant, die ihren Sohn Heinrich als Vierjährigen zum hessischern Landesherrn ausrufen ließ. Und an die Chatten, die sich als einziger germanischer Stamm nicht an der Völkerwanderung beteiligten, sondern blieben, wo sie waren.

Sehr geschichtsträchtig ist auch die Wasserburg Friedewald, 13 Kilometer östlich von Bad Hersfeld: Dort kämpften die Truppen im 30-jährigen Krieg, heute gibt es ein Heimatmuseum und an der Westseite das Hotel „Prinz von Hessen“.

Beutestücke aus den Türkenkriegen sind im Militär- und Jagdmuseum Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen zu sehen, einem Streit unter Fürsten unterlagen die Eschweger Bürger im 14. Jahrhundert und erhielten letztlich das Schloss, das im 17. und 18.Jahrhundert Residenz hessischer Landgrafen war. „Das Buch ist kein Bildband, sondern eher ein kleines Lesebuch geworden“, sagt Jannis Wieden vom Wartberg-Verlag, für den Jürgen Nolte schon zahlreiche Bücher mit regionalen Themen geschrieben hat.

Praktische Tipps

Um den Nutzen des Büchleins für den Leser zu vergrößern, gibt es für jedes Schloss und jede Burg praktische Hinweise:

• wie man sie erreicht, mit dem Auto oder ÖPNV,

• wann sie geöffnet haben,

• welche Veranstaltungen und Angebote es gibt

• und wie man Kontakt aufnehmen kann.

Für die Fotos zeichnet Iris Endisch verantwortlich. Sie war lange im IT-Bereich tätig, widmet sich aber bereits seit 2006 der Fotografie. Für die Bilder hat sie etliche der Burgen häufiger besucht, um die richtige Atmosphäre, das richtige Licht einzufangen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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