Karl-Heinz Ludolph besitzt 2500 Autogramme und lernte viele Prominente kennen

Bei ihm unterschreiben alle

Mit Begeisterung sammelt er alles rund um das Thema Fußball: Karl-Heinz Ludolph mit einem seiner wertvollsten Exponate, dem Bild der Nationalelf von 1954 mit allen Autogrammen der Spieler. Fotos: Schorn

Dagobertshausen. Das Sammlerzimmer von Karl-Heinz Ludolph in Dagobertshausen ist voll mit Fotos, Autogrammordnern, Bildbänden und Fußballzeitschriften. Doch statt Chaos herrscht in dem 20 Quadratmeter großen Raum Ordnung. Sofort weiß der fußballbegeisterte 71-Jährige, der von allen nur „Karle“ genannt wird, wo er zu irgendeinem Thema nachzuschauen hat. Ein Handgriff, und er hat das richtige Buch.

Der pensionierte Polizeibeamte ist leidenschaftlicher Sammler von allem, was mit Profi-Fußball zutun hat. Angefangen hat seine Jagd nach Bildern, Autogrammen und Informationen rund um den Lieblingssport der Deutschen 1947. Der damals Siebenjährige kaufte von seinen ersten 30 Pfennig eine Fußballzeitschrift und verzichtete dafür auf die damals seltenen Apfelsinen, die sich die anderen Kinder im Ort kauften.

Damit war der Grundstein für eine Sammlung gelegt, die heute über 2500 Autogramme und tausende weitere Exponate umfasst.

„Für jedes Jahr lege ich einen großen Band mit den wichtigsten Fußballereignissen an“, erklärt der Vater dreier erwachsener Kinder und Opa von acht Enkeln. „Mit Tusche und in Schönschrift kennzeichne ich die Sammelstücke.“

Freundschaften zu Stars

Über die Jahre entstanden zudem Freundschaften zu einigen Fußballern wie dem Präsidenten des 1. FC Köln, Wolfgang Overath, und dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Willi Giesemann. Alle Autogramme bekam er persönlich von den Stars. „Noch nie habe ich mir welche schicken lassen“, sagt er.

Leidenschaftlich erzählt Ludolph von seinen Begegnungen mit Nationalspielern, Fußballstars und Persönlichkeiten wie dem englischen Prinzen Charles und vielen Schlagersängern. Überhaupt weiß er alles über große Fußballspieler und die wichtigsten Fußballmomente der vergangenen 60 Jahre. Kein Wunder, dass er 1998 in einer Fernsehsendung des Hessischen Rundfunks zur Weltmeisterschaft schon als Fußballgott bezeichnet wurde.

Dabei sind die größten Schätze seiner Sammlung Autogramme von jedem von Prinz Charles und dem Weltfußballer Pelé und das Bild der Nationalelf von 1954 mit allen Spielerautogrammen.

Die Unterschrift des brasilianischen Fußballers Pelé ergatterte er 1974 bei dem WM-Spiel Brasilien gegen die DDR. Damals war Pelé Kommentator für das brasilianische Fernsehen und wurde am Eingang der Medienvertreter nicht ins Stadion gelassen. Ludolph setzte sich für ihn ein und bekam als Dank sein Autogramm.

Für die Zukunft hat Ludolph gesorgt. Einen Sohn hat er mit der Sammelleidenschaft schon angesteckt, zwei Enkel spielen selber Fußball. Er selbst besucht häufig Spiele des TSV Schwarzenberg, der SG Beiseförth/Malsfeld und die der Handballer der MT Melsungen. Artikel unten

Quelle: HNA

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