Die Entscheidung steht an

400 Unterschriften für Tempo 30 in der Ziegenhainer Altstadt

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Auf der Festungsstraße in Ziegenhain, Blickrichtung Innenstadt: Seit Langem sieht man die Kampagnenschilder, die eine Zone 30 in der Festung unterstützen.

Schwalmstadt. Einen Tag vor der wichtigen Ausschusssitzung hat der Arbeitskreis Festung Ziegenhain eine Petition zu Bürgermeister Dr. Gerald Näser ins Treysaer Rathaus gebracht.

Der Erste Vorsitzende Bernd Völker sowie Gisela und Traugott Heil überreichten dazu die Sammlung von über 400 Unterschriften.

Übergabe am Tisch des Bürgermeisters: Von links Bernd Völker, Dr. Näser sowie Traugott und Gisela Heil. Foto: privat

„Wir sehen die Petition als Teil eines größeren stadtplanerischen Konzepts und fordern mehr Lebensqualität in der Festung Ziegenhain - in Verbindung mit einer Verkehrsberuhigung durch Tempo 30“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es fehle an sicheren Überquerungsmöglichkeiten, Ältere würden aus Angst das Überqueren der Festungsstraße vermeiden oder andere Wege suchen.

Die Altstadt in Ziegenhain, insbesondere der Bereich der Festung, sei ein kunsthistorisches Kleinod, auf das die Schwalmstädter stolz sein könnten, „der Arbeitskreis erwartet von den Verantwortlichen der Stadt deutlich erkennbare Maßnahmen, die zum einen den historischen Wert der Stadt als auch die Wohn- und Lebensqualität im Blick haben und fördern“. Der „politische Streit“, der momentan herrsche, sei „nicht lebensdienlich für die Menschen, die hier leben“.

Der Arbeitskreis hatte in den zurückliegenden Wochen im Internet und in Lokalen Unterschriften für ihre Vorschläge gesammelt.

Am heutigen Mittwoch (4.3., Rathaus Ziegenhain, 19.30 Uhr) wird die Verkehrssituation abschließend öffentlich im Verkehrsausschuss besprochen, bevor die entscheidende Abstimmung des Stadtparlaments über Maßnahmen dann morgen Abend (5.3., Rathaus Ziegenhain, ab 19 Uhr) auf der Agenda steht.

Bereits im Oktober 2012 hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Einrichtung von Tempo 30 in der Festung beantragt, was damals in den Ausschuss verwiesen wurde. In der Folge hatte es diverse Termine gegeben. Unter anderem sprach sich der Ortsbeirat einstimmig gegen Tempo 30 aus, und nach Verkehrszählungen und einem großen Behördentermin in Ziegenhain ließen Verkehrsexperten wissen, dass etwa ein Zebrastreifen mangels Fußgängeraufkommen nicht infrage komme.

Auf dem Tisch liegt nun einzig die Schaffung einer Querungshilfe in Höhe des Hotels Landgraf.

Auch eine gemeinsame Sitzung von Ortsbeirat und Verkehrsausschuss führte zuletzt nicht zu einer Annäherung.

Quelle: HNA

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