Filchner-Schule strebt Zertifikat an - Voraussetzungen zum Teil erfüllt - Nachholbedarf bei Lehrergesundheit

Unterwegs zur gesunden Schule

Wolfhagen. Die Marschrichtung ist klar: In absehbarer Zeit möchte die Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen den Titel „Gesunde Schule“ tragen. Auf dem Weg dorthin gilt es, einige Etappen zu meistern. Als Module bezeichnet sie Karl-Heinz Wolff, Aufgabenfeld-Leiter für Gesellschaftswissenschaften, Politik und Wirtschaft.

Den Schwerpunkt Sucht- und Gewaltprävention hat sich die Schule schon vor gut 20 Jahren gesetzt. Seither gibt es Angebote im Bereich Beratung und vor allem auch Training für die Kinder und Jugendlichen: Schüler stark machen, lautet das Motto.

Eine zentrale Rolle spielt das Thema Ernährung. „Es geht darum, den Schülern ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu vermitteln“, sagt Wolff, und weiß auch hier seine Schule auf einem guten Weg: Seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es die Caféteria, die sich der vollwertigen Ernährung verschrieben habe: Salate und Vollwertbrötchen zum Beispiel. Gesunde Kost gibt es konsequenterweise auch in der neuen Mensa, in der die Schüler mittags essen können.

Im Angebot zusätzlich: Kochkurse und Arbeitsgemeinschaften, bei denen der Aspekt der gesunden Ernährung im Mittelpunkt steht.

„Wir hatten hier in der Schule nie einen Cola- oder Limo-Automaten“, erklärt Karl-Heinz Wolff. Statt dessen gibt es Säfte, Wasser, Tees und Kaffee. Trinken dürfen die Schüler übrigens auch im Unterricht, weil erwiesen sei, dass die Schüler dann vor allem während der Blockstunden besser arbeiten können.

Um eine verbesserte Denk- und Konzentrationsfähigkeit geht es auch beim dritten Modul: Bewegung. Die beschränkt sich nicht nur auf ein vielfältiges Angebot während der Pausen auf den Höfen. Auch im Unterricht gibt es Bewegungseinheiten, Spiele passend zum jeweiligen Fach, die vor allem die Doppelstunden auflockern.

Frage nach Belastungen

Bis zum Titel „Gesunde Schule“ müssen vier Zertifikate zu einem Paket geschnürt sein. Das Zertifikat Bewegung besitzt die Filchner-Schule bereits, die für Sucht- und Gewaltprävention sowie Ernährung sollen noch in diesem Schuljahr beantragt werden.

Fehlt noch das vierte Modul, das letzte Teilzertifikat: Lehrergesundheit. Seit diesem Schuljahr gibt es eine Gruppe, die sich mit dieser Thematik befasst und zum Einstieg eine anonymisierte Umfrage im 105-köpfigen Kollegium gemacht hat. „Welche Belastungen spürt ihr vor Ort, welche Beeinträchtigungen gibt es?“, formuliert Wolff die zentrale Fragestellung. Auf dem Weg zur „Gesunden Schule“ gibt es im Bereich Lehrergesundheit noch am meisten nachzuarbeiten.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare