Noch kein Verhandlungstermin

Untreue-Verdacht gegen Hombergs Bürgermeister

Homberg/Kassel. Das Landgericht Kassel wollte in diesen Tagen einen Termin für die Hauptverhandlung gegen Hombergs Bürgermeister Martin Wagner nennen, doch daraus wird nichts. Derzeit habe die 5. Strafkammer viele vorrangige Sachen zu behandeln, sagt der Sprecher des Landgerichts, Dirk Liebermann. Dazu zählten zum Beispiel Haftsachen.

Es sei zwar nicht auszuschließen, dass sich Wagner noch in diesem Jahr vor dem Landgericht wegen des Verdachts der Untreue verantworten müsse, doch sei das eher unwahrscheinlich. Selbst wenn die Kammer einen Termin festlege, werde dieser sicher nicht ganz so bald sein, so Liebermann weiter.

Der Vorwurf gegen Wagner: Er soll Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ zweckwidrig eingesetzt haben, um einen Mitarbeiter des Stadtentwicklungsvereins zu beschäftigen. Dabei soll der Mitarbeiter nur zu 30 bis 35 Prozent Tätigkeiten für den Stadtentwicklungsverein wahrgenommen haben und im übrigen im Bereich Stadtmarketing sowie als persönlicher Referent Wagners eingesetzt worden sein. Der Stadt sei ein Schaden von etwa 40 000 Euro entstanden, vermutet die Staatsanwaltschaft. Wagner sieht das anders: „Ich habe weder Fördermittel falsch eingesetzt noch damit der Stadt einen Schaden zugefügt“, teilte er bereits im August mit. (may)

Quelle: HNA

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