Straßen kurzzeitig überflutet

Unwetter über der Schwalm: Bäume blockierten Straßen

Schwalm . Die Unwetter in der Nacht zum Freitag haben im Altkreis Ziegenhain zum Teil erhebliche Schäden verusacht, Bäume stürzten um, Äste und Blattwerk wuden herumgewirbelt. An einigen Stellen wurden Straßen überflutet, berichtete die Polizei.

Eine kurzzeitige Straßensperre gab es auf Landesstraße zwischen Görzhain und Lingelbach gegen 4.30 Uhr.

Viele Dachziegeln riss es in Ziegenhain bei einem großen Gebäude in der Junker-Hoose-Straße herunter.

In Treysa war die Ascheröder Straße gegen 0.50 Uhr zeitweise überflutet. Der Grund waren verstopfte Regeneinläufe. Die Feuerwehr rückte an und säuberte sie.

Ein Baum lag auf der Bundesstraße 454 zwischen Neukirchen und Asterode.

Zentrum des Unwetters war offenbar die Region rund um Schrecksbach. Zwischen Immichenhain und Hattendorffielen mehrere Bäume. Ebenso zwischen Immichenhain und Schrecksbach sowie zwischen Ransbach und Wasenberg. Auch betroffen waren die Strecken Schrecksbach und Eudorf und Ziegenhain-Trutzhain. Dort blockierte ein großer Baum die Straße.

Betroffen ar auch wieder die Verbindung Loshausen/Bundesstraße 254 (Klinkenmühle), dort blockierte ein großer Baum den Weg.

Die Feuerwehren Frielendorf und Spieskappel rückten aus, um umgestürzte Bäume in ihren beiden Ortsteilen zu entfernen. (hof)

Temperatur sackte in Minutenschnelle ab - Bis zu 50 Liter Regen

An den Wetterstationen des Wasserverbandes Schwalm wurden in der Nacht zum Freitag Niederschläge von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwei Stunden aufgezeichnet. "Eine von Süd noch Nord ziehende Kaltluftfront hat insbesondere im südlichen Teil des Schwalmeinzugsgebietes schwere Gewitter gebracht", schilderte Verbands-Betriebsleiter Peter Kugler (Schwalmstadt) auf HNA-Anfrage.

Dabei sei die Temperatur innerhalb weniger Minuten um 5 Grad Celsius gefallen, die in den Tagen zuvor aufgeheizte Luftmassen mit hoher Feuchte kondensierten. Laut Kugler stiegen die Pegel der Antrift und der Oberlauf Schwalm sprunghaft an und die Antrifttalsperre sowie das Hochwasserrückhaltebecken Heidelbach mussten noch in der Nacht zum Freitag eingestaut werden, um die unterhalb gelegenen Ortschaften vor größeren Hochwasserschäden zu schützen.

Kugler erwartet, dass die Pegel so schnell wieder zurück gehen, wie sie anstiegen, das Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain muss nicht eingestaut werden. Die nächsten Tage brächten laut derzeitiger Wetterprognose keine nennenswerte Niederschläge, so dass eine weitere Entspannung der Lage in Sicht sei. (aqu)

Quelle: HNA

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