Knüllköpfchen

Unwetter über der Schwalm: Flügel von Windrad bricht durch Blitzeinschlag ab

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Das Windrad steht still: Ein Blitzeinschlag hat in der Nacht auf Montag vermutlich dafür gesorgt, dass bei einem Windrad am Knüllköpfchen ein Flügel abgebrochen ist.

Schwarzenborn. Das Unwetter am frühen Montag hat an einem Windrad auf dem Knüllköpfchen schweren Schaden angerichtet, einer der Flügel brach zur Hälfte ab.

Das abgebrochene Stück landete etwa 30 Meter weiter auf einem Feld. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, öffentliches Eigentum wurde ebenfalls nicht beschädigt.

Abgebrochen: Der Flügel liegt etwas 30 Meter hinter dem Windrad auf einem Feld.

Das Windrad gehört den Gesellschaftern Burghard Kurz und Frank Martach aus Bad Hersfeld sowie Helmut Schierl aus Rietberg. Laut Burghard Kurz verursachte ein schwerer Sturm die Schäden an dem Windrad: „Zwischen 3.30 und 4 Uhr fegte ein Unwetter über das Knüllköpfchen. Zeugen meldeten in dieser Zeit einen Blitzschlag gefolgt von einem Knall.“  Der Bischof der Reformierten Episkopalkirche Gerhard Meyer, der dort oben wohnt, berichtete von heftigem Sturm, Hagel und einem Knall gegen 3.30 Uhr.

Es müsse sich um den Ausläufer einer Windhose gehandelt haben, die im Vogelsbergkreis aufgetreten war. Über die Schadenshöhe ist noch nichts bekannt. Die anderen Windräder auf dem Knüllköpfchen wurden offenbar nicht beschädigt.

Kartenansicht: Windrad auf dem Knüllköpfchen

Anlage meldete Störung

Aktualisiert um 14.40 Uhr

Kurz danach habe die Anlage des Windrads eine Störung gemeldet. „Wir gehen davon aus, dass der Blitz in den Flügel eingeschlagen und er deshalb abgebrochen ist. Zu 100 Prozent sicher sein können wir uns da aber natürlich nicht“, erklärt Kurz auf HNA-Anfrage.

Die drei Gesellschafter, die zusammen noch ein weiteres Windrad auf dem Knüllköpfchen besitzen, stehen nun in Kontakt mit Hersteller GE Wind. „Sie organisieren uns jetzt einen neuen Flügel. Sofern wir einen gebrauchten bekommen, belaufen sich die Kosten inklusive Montage auf rund 10.000 Euro“, sagt Kurz.

Beschädigtes Windrad am Knüllköpfchen

Der Flügel stamme von einer Anlage, die nicht mehr im Betrieb ist. Qualitativ sei ein gebrauchter Flügel nicht schlechter als ein neuer, dafür erheblich billiger. Ein neuwertiges Ersatzteil koste ungefähr 50.000 Euro.

Sobald ein neuer Flügel vorhanden ist, beginnen die Reparaturarbeiten an dem Windrad. Burghard Kurz rechnet damit, dass es in ein bis zwei Wochen wieder in Betrieb genommen werden kann.

Seit 19 Jahren steht das damals 1,2 Millionen Mark teure Windrad auf dem Knüllköpfchen. Zu Beschädigungen kam es in dieser Zeit nicht. Ohnehin sei es laut Kurz sehr selten, dass ein Windrad durch äußere Einflüsse Schaden nimmt. „Es ist mir nicht bekannt, dass im gesamten Knüll etwas ähnliches schon mal passiert ist“, erzählt der Gesellschafter.

Windböen sind kein Problem

Das Material der Flügel von Windrädern sei sehr stabil, aber dennoch elastisch. „Da braucht es schon sehr starke Naturgewalten, damit ein Flügel beschädigt wird, wie einen Blitz“, sagt Kurz. Starke Windböen allein würden einem Windrad nichts ausmachen.

Angst, dass ein Flügel in einer Wohnsiedlung landen könnte, brauche niemand zu haben. „Wenn mal ein Teil abbricht, fällt es fast senkrecht hinunter. Maximal landet es 20 bis 30 Meter vom Windrad entfernt“, gibt Kurz Entwarnung.

Quelle: HNA

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