Immer neue Maschen - Polizei rät zur Vorsicht

Urlaubszeit ist Zeit für Betrüger: Inkassofirma drohte Frau aus Remsfeld

Schwalm-Eder. Immer neue Betrugsmaschen verunsichern die Menschen. Gerade vor Beginn des Urlaubs setzen die Täter ihre Opfer unter Druck, sagt der Borkener Rechtsanwalt Dr. Ullrich Laabs.

Viele zahlen dann einfach noch schnell, um ohne Stress verreisen zu können. Gerade erst wurde eine Frau aus Remsfeld von einem vermeintlichen Inkassounternehmen (ZCS Inkasso AG) aufgefordert, 279 Euro für einen Vertrag zu zahlen, den sie am Telefon abgeschlossen haben sollte. Ein solches Gespräch und ein solches Geschäft habe es aber nie gegeben, so Laabs. Die Betrüger suchten sich wahllos ihre Opfer und versuchten noch den Anschein zu erwecken, es handele sich um einen amtlichen Vorgang. Bei der genannten Adresse handele es sich um ein x-beliebiges Reihenhaus in Berlin, die IBAN weise auf eine Bankverbindung im Ausland hin.

Die angegebene Telefon- und Faxnummer sollte man nicht wählen, sagt Laabs. Es könnten enorme Kosten entstehen. Indiz dafür, dass es sich um eine Fälschung handelt, seien auch die vielen Rechtschreibfehler in der E-Mail, meint Laabs.

Die Polizei rät dazu, solche E-Mails zu löschen. Auf keinen Fall sollte man irgendwelche Mail-Anhänge öffnen. Größte Vorsicht sei auch bei Anrufen geboten, bei denen Gewinne versprochen oder Geschäfte angeboten werden. „Am besten legt man einfach auf und ruft im Zweifelsfall die Polizei an“, sagt Polizeipressesprecher Volker Schulz.

Die Polizei wird mit immer neuen Betrugsmaschen konfrontiert. Die Art der Herangehensweise ändere sich, die Täter verfeinern ihre Methoden immer wieder. Häufig gehe es dabei um Gewinnspiele und Lockangebote. Auch der Enkeltrick werde immer wieder eingesetzt, um vor allem ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Schulz: „Man sollte sich nicht verunsichern lassen.“

Kontakt: Tel. 05681/7740

Dieses Video ist Inhalt der Plattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa

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