Usutu-Virus dezimiert Amseln

Das Vogelhäuschen auf dem Balkon von Familie Wagner wird jeden Tag zweimal bestückt. Auf dem Foto von links: Maya-Maria Wagner, Evi Wagner und Julia Seel. Foto: Koch

Gensungen. An dem Vogelhäuschen von Evi Wagner und ihrer Enkeltochter Maya-Maria herrscht reges Treiben. Meisen, Spatzen und Rotkehlchen fliegen ein und aus. Jeden Morgen und jeden Abend warten die Vögel im Garten von Wagner auf ihr Futter.

Sie sitzen in den Büschen und zwitschern lauthals. Nur Amseln kommen keine mehr. Seit September vermisst Wagner die Amseln in ihrem Gensunger Garten nun schon. „Die sind sonst immer da gewesen“, erzählt sie. Auch bei der Gartenarbeit hatte Wagner oft Gesellschaft von den Singvögeln. Die Amseln saßen auf dem Zaun oder sind im Rasen umhergesprungen. „Sie waren so zutraulich. Es war, als ob die Amseln mich kennen würden“ sagt Wagner.

Eine Erklärung für das Verschwinden der Amsel aus den heimischen Gärten könnte der Usutu-Virus sein, so Dr. Markus Nipkow, Vogelexperte vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Eine Epidemie des Usutu-Virus dezimierte schon vor Jahren die Amselpopulation in Österreich. In diesem Jahr breitete sich der Virus auch in Deutschland weiter aus. Auch in Hessen gibt es bereits bestätigte Fälle.

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Quelle: HNA

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