UV-Anlage im Einsatz: Die Besser Wasseranlage läuft seit zwei Wochen wieder

UV-Anlage im Einsatz: Die Besser Wasseranlage läuft seit zwei Wochen wieder

Edermünde. Die Besser trinken seit zwei Wochen wieder ihr eigenes Wasser. Keimfrei und kristallklar kommt es aus dem Hochbehälter über dem Ort. 90.000 Euro haben der Umbau und die Anlage gekostet.

Jetzt zerstört ultraviolettes Licht coliforme Bakterien. Diese waren vor mehr als einem Jahr bei den routinemäßigen Untersuchungen in einer zu hohen Konzentration festgestellt wurden. Aus Sicherheitsgründen bezogen die Besser seitdem ihr Wasser ausschließlich vom Gruppenwasserwerk.

Diese Maßnahme der Gemeinde war nicht bei allen Einwohnern auf ungeteilte Gegenliebe gestoßen. Unter anderem unterstellte die FWG-Fraktion in einer Parlamentssitzung, die Gemeinde hätte in den vergangenen Jahren nicht ausreichend in die Anlage investiert.

Mit Bürgerprotesten wollte man verhindern, dass die Anlage an das Gruppenwasserwerk abgegeben wird. „Aus unserer Sicht hat es damals viele Missverständnisse gegeben“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Färber. Es habe nie zur Diskussion gestanden, die Wasser-Anlage zu schließen. Lediglich die Betriebsführung hätte ans Gruppenwasserwerk abgegeben werden sollen. Dies sei zwar mittelfristig vom Tisch, aber es könne durchaus irgendwann eine Situation eintreten, in der es sinnvoll sein könnte, erneut darüber nachzudenken.

Der Edermünder Wassermeister Arndt Kessler ist jedenfalls froh, dass die Anlage wieder in Betrieb ist und die Besser mit einwandfreiem Wasser versorgt. „Wir haben immer davon getrunken, ohne dass uns schlecht geworden wäre“, sagt er. Das Herzstück der UV-Anlage ist ein metallischer Edelstahl-Zylinder von etwa einem Meter Länge.

In diesem Zylinder zerstört ultraviolettes Licht die coliformen Bakterien, die aus Tierexkrementen stammen. Das Einzugsgebiet für das Oberflächenwasser belaufe sich auf mehrere Hektar, erklärt Wassermeister Kessler. Durch die Wildtiere könne es da eben zu Verunreinigungen kommen. Ledigleich das Gebiet um die Quelle sei eingezäunt.

Die Konzentration war für Menschen aber zu keinem Zeitpunkt besorgniserregend. Das Besser Wasser wird nicht chemisch behandelt, sickert zur Reinigung aber durch Sandfächer.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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