Vandalen wüten in Weidelsburg

Zerstörungswut: Unbekannte haben im Ostturm der Weidelsburg die Drainage- sowie Blitzableiter-Erdungsleitungen aus dem Boden gerissen. Die Forstmitarbeiter Stefan Döhne (links) und Josef Müller zeigen den Schaden. Foto:  zih

Ippinghausen. Vandalismus in der Weidelsburg: Unbekannte hatten sich durch Zerstörung der Eingangstür Zutritt in das Innere des Ostturmes verschafft und die dort unter Basaltfeinsplit verlegte Drainage sowie die Metallbänder der Blitzableiter-Erdung aus dem Boden gerissen.

Den durch den Vandalismus entstandenen Schaden beziffert Jochen Dittmar vom Forstamt auf über 2000 Euro. Jetzt will man versuchen, die Leitungen noch tiefer in das Erdreich zu verlegen und sie eventuell mit einem Metallabdeckschutzgitter sichern, um die Entwässerung des oben offenen Ostturmes zu gewährleisten. Denn der größte Feind der historischen Ruine ist die in die Mauerreste eindringende Feuchtigkeit.

Erst am 26. Juni dieses Jahres war der Ostturm mit begehbarer Ausssichtsplattform während des Weidelsburgtages für den Publikumsverkehr wieder frei gegeben worden. Das Fest bildete gleichzeitig den Abschluss der rund zweieinhalbjährigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten der größten nordhessischen Burgruine. In die Baumaßnahmen hat Hessen-Forst als Besitzer der Liegenschaft insgesamt 700 000 Euro investiert, die Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung der Weidelsburg, die inzwischen zu einem Förderverein umgewandelt wurde, noch einmal weitere 50 000 Euro.

Offiziell sind von Hessen-Forst die Sanierungs- und Sicherungsarbeiten an der Weidelsburg zwar abgeschlossen, nicht jedoch für den Förderverein.

So sollen als nächste Projekte eine Stromversorgungsleitung zur Burg gelegt, die Toilettenanlagen erneuert, ein Besucher-Informationszentrum sowie Leitsystem installiert und zwischen Ost- und Westturm ein mittelalterlicher Wehrgang gebaut werden. (zih)

Quelle: HNA

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