Beliebter Treffpunkt für Jugendliche

Schlimmer Zustand: Sorge wegen Vandalismus in Treysaer Parkhaus

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Das Parkhaus im Hexengässchen ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche

Schwalmstadt. Schlimme Zustände zeigen sich im Parkhaus Hexengässchen in Treysa. Wie CDU-Fraktionssprecher Marcus Theis deutlich machte, wisse er von einer Frau, die dort aus Furcht nicht mehr parke.

Der Grund für die Befürchtungen seien Jugendliche, die das Rathaus als Treffpunkt nutzen würden. Ein Geschäftsmann, der dort Parkplätze angemietet hat, sagte gegenüber Theis, dass sogar Elektroleitungen abgerissen und angezapft würden, um Musikanlagen zu betreiben.

Auch optisch macht das Parkhaus keinen gepflegten Eindruck. Die Wände sind übersät mit Schmierereien jeder Art, auf dem Boden finden sich Scherbenhaufen nach Trinkgelagen. Das Treppenhaus ist dreckig und verbreitet einen beißenden Geruch, den man sonst aus Bahnhofsunterführungen kennt.

Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard bestätigte die Probleme im Parkhaus. Er selbst sei kürzlich wieder vor Ort gewesen, habe auch mit Jugendlichen gesprochen und kündigte an zu prüfen, ob künftig eine Videoüberwachung zum Einsatz kommen kann. 

Da das Parkhaus nicht verschließbar sei, stehe „dem Vandalismus Tür und Tor offen“. Polizeisprecher Markus Brettschneider bestätigte, dass die Polizei regelmäßig während der Streife auch das Parkhaus kontrolliere. Der Polizei sei das Parkhaus als Jugendtreff bekannt. In jüngster Zeit habe es dort mehrere Einsätze gegeben, überwiegend ging es dabei um Ruhestörung. Wenn die Polizei dort Jugendliche antreffe, stelle sie einen Platzverweis aus. Strafanzeigen lägen derzeit keine vor.

Massive Beschwerden erreichten in jüngster Zeit auch das städtische Ordnungsamt, das den Bauhof zum Aufräumen schicken musste, weil das Parkhaus völlig vermüllt war und in das Treppenhaus uriniert wurde, wie Ordnungsamtleiterin Doris Heinmüller berichtet.

Hintergrund: Auch Schulhöfe sind betroffen

In Schwalmstadt gibt es für Jugendliche nicht viele Treffpunkt-Möglichkeiten, einziger städtischer Jugendraum ist die „Burg“ am Treysaer Marktplatz. Jugendliche weichen deshalb auch gern mal auf Schulhöfe aus, wo es seit geraumer Zeit auch immer wieder zu problematischen Zuständen kommt. 

Ein Beispiel ist der Schulhof Alleeplatz in Ziegenhain, wo Jugendgruppen immer wieder Scherben und Unrat hinterlassen, was auch eine potenzielle Gefährdung für die Schulkinder darstellt. Wie bereits berichtet, soll der Magistrat der Stadt Schwalmstadt dazu einen Runden Tisch einberufen, der sich der Problematik auf den Schulhöfen annimmt.

Quelle: HNA

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