Reise nach Rumänien

Patenschaftsverein Hamlesch startet zum nächsten Hilfstransport

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Vorstand bei der Arbeit: von links, Otmar Krammer, stellvertretender Vorsitzender und Kassierer, Schriftführer Karl Langer und Vorsitzender Otto Döhrn.

Waltersbrück. Was echte Verbundenheit ist, hat Otto Döhrn am eigenen Leib erleben müssen: Der Vorsitzende des Patenschaftsverein Hamlesch, Braller, Michelsberg aus Neuental hatte im vorigen Jahr beim 52. Hilfstransport nach Siebenbürgen einen Schlaganfall erlitten.

In der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim des TSV Waltersbrück zeigte sich Döhrn noch immer zu tiefst erschüttert über den schlimmen Zustand des Krankenhauses in Hermannstadt: Das habe sich in einem katastrophalen baulichen Zustand befunden, die Ausstattung sei kaputt oder erst gar nicht vorhanden gewesen, sagte auch Klaus Bucher im Gespräch mit unserer Zeitung.

Allerdings habe ihn die Liebe und Zuneigung tief berührt, die er in dieser Zeit und Not von den Freunden in Siebenbürgen erfahren habe, sagte Döhrn. Seitdem spüre er noch tiefere Verbundenheit, sagte der Vorsitzende, dessen Gesundheit ohne größere Einschränkungen wieder hergestellt sei. Insgesamt organisierte der Neuentaler Verein drei Hilfsaktionen nach Rumänien. Möglich gemacht hatten das vor allem die kreativen Ideen der Vereinsmitglieder, die Geld in die Vereinskasse fließen ließen. Wilhelm Lischeid-Bracht und Dietmar Kestner beispielsweise hatten Tombola-Aktionen organisiert.

Zurzeit bemüht sich Otto Döhrn darum, zwei Edelstahl-Industrieküchen zu besorgen: Eine ist fürs Krankenhaus in Mühlbach, die andere für einen Kindergarten in Hermannstadt gedacht.

Bürgermeister Kai Knöpper verkündete eine gute Nachricht: Die Gemeinde Neuental werde trotz der schwierigen Finanzsituation den Verein weiter unterstützen, kündigte der Rathauschef an. Der Verein zeigte sich von dieser Aussicht begeistert, denn um den Bedürftigen in Rumänien helfen zu können, braucht er viele Sach- und Geldspenden.

All das macht nicht nur Freude, sondern auch jede Menge Arbeit: Kassenverwalter Otmar Kramer hatte jede Menge Einnahmen und Ausgaben zu verwalten. Kassenprüfer Heinz Bohl, Horst Nickel und Paul Schulze kontrollierten die „toll geführte Kasse“, waren aber auch baff erstaunt über die große Anzahl der Buchungen – und den damit verbundenen Aufwand. Es sei viel Arbeit, waren sich alle Vereinsmitglieder einig: Dennoch leisteten sie sie gerne. Weil sie für die Menschen im bitter armen Rumänien wichtig und notwendig sei. (bra) Kontakt: Otto Döhrn, Tel. 0 64 38/92 06 86, Klaus Bucher, Tel. 06693/745

Quelle: HNA

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