Verdi-Mitglieder streikten im Landkreis – Kundgebung in Kassel

Zurück aus Kassel: Mitglieder der Verdi-Gruppe Nordhessen aus der Kreissverwaltung während einer Kundgebung in Fritzlar an der KHS nach dem Warnstreik. Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Der Schwalm-Eder-Kreis war vom Warnstreik im öffentlichen Dienst nur am Rande betroffen. So waren 70 Mitarbeiter der Kreisverwaltung zur Kundgebung nach Kassel gefahren.

Im Anschluss trafen sie sich in Fritzlar. Wie Personalrat Heinrich Jordan bei der Schlusskundgebung an der König-Heinrich-Schule sagte, hätten am Donnerstag 2500 Demonstranten auf der Kasseler Rathaustreppe ihr Ansinnen vorgetragen. Vom Landkreis und dem Jobcenter waren die Beschäftigten mit zwei Bussen nach Kassel gefahren. Dazu waren auch Abordnungen der Wicker-Kliniken aus Bad Wildungen und Bad Zwesten in Kassel.

Trotz des Warnstreiks gab es in der Kreisverwaltung keine Komplikationen. Der Betrieb sei reibungslos gelaufen, sagte Dieter Werkmeister, Sprecher des Kreises. Der Anteil der streikenden Kollegen habe weniger als zehn Prozent betragen. „Der Vertretungsdienst war gesichert“, erklärte Werkmeister. Für die Einwohner habe es daher keine spürbaren Auswirkungen gegeben.

Anders im Job-Center des Landkreises. Dort mussten Kunden gestern mehr Wartezeit einplanen. 20 der 150 Mitarbeiter seien in Kassel zur zentralen Kundgebung gewesen, sagte Monika Obijou, Bereichsleiterin beim Job-Center. So habe beispielsweise in der Eingangszone eine Kollegin gesessen. Üblich seien dort eigentlich drei. Der letzte richtige Streik müsse lange zurückliegen, sagte Obijou. Sie könne sich jedenfalls nicht erinnern, und Monika Obijou arbeitet bereits seit 1981 beim Job-Center des Schwalm-Eder-Kreises.

Solidarität per Transparent

Am Karlshof, der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz in Wabern, hing ein Plakat, das auf den Warnstreik hinwies. Allerdings sei lediglich ein Mitarbeiter nach Kassel zum Streik gefahren, sagte Andrea André auf Anfrage. Sie ist Pressesprecherin des Vitos-Konzerns, zu dem die Ambulanz in Wabern gehört. Das Transparent am Karlshof sei somit eher als Solidaritätsbekundung zu verstehen. Der Klinikbetrieb sei störungsfrei gelaufen.

Aus den Rathäusern, in denen die HNA im Landkreis stichprobenweise nachfragte, gab es gestern keine Streikmeldungen. (ddd/ode/zzp)

Quelle: HNA

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