Verdi zum Tarifstreit: Wickerkliniken drohen mit Kündigungen

Bad Zwesten/Bad Wildungen. Im Tarifstreit der Beschäftigten der Wickerkliniken, der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten und der Wickerkliniken in Bad Wildungen schaltet sich der Verdi-Ortsverein Schwalm-Eder Nord ein.

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Wieder Warnstreik in Wicker-Kliniken

Seit 2011 weigere sich der Arbeitgeber mit der Gewerkschaft Verdi in Tarifverhandlungen zu treten, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Die Beschäftigten der Wickerkliniken werden in erheblichem Maße unter dem branchenüblichen Lohnniveau entlohnt. Der Ortsverein Schwalm-Eder Nord unterstützt daher die Forderung der Beschäftigten nach einer Bezahlung gemäß dem öffentlichen Tarifvertrag.“

Man habe volles Verständnis für Warnstreiks, aber kein Verständnis dafür, dass der Arbeitgeber der Wickerkliniken nicht ebenfalls wie andere Klinikkonzerne (Sana, Helios und Rhön) seine Beschäftigten gemäß des Tarifvertrages entlohne.

Als eine Unverschämtheit betrachtet es der Ortsverein, dass der Arbeitgeber dem Klinikpersonal wegen der Teilnahme an einem Warnstreik am Mittwoch, 15, Februar, mit Kündigung gedroht und den Streikenden eine Abmahnung ausgesprochen habe.

Streikrecht sei ein Grundrecht gemäß Artikel 9 des Grundgesetzes. „Es ist geradezu anmaßend von Seiten des Arbeitgebers den Beschäftigten der Wickerkliniken dieses Recht streitig machen zu wollen“, heißt es in der Mitteilung.

Der Verdi Ortsverein Schwalm-Eder Nord erklärt sich solidarisch mit den von Abmahnung und Kündigungsandrohung betroffenem Klinikpersonal. (may)

Quelle: HNA

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