Der Chronist aus Guxhagen-Wollrode wurde für über 40 Jahre Ehrenamt geehrt

Verdienstkreuz für Margraf

Ausgezeichnet: (von links) Klaus-Gisbert Linsel, Bürgermeister Edgar Slawik und Hiltraud Margraf beglückwünschen Georg Margraf mit Landrat Frank-Martin Neupärtl zum BundesverdienstKreuz Foto: Nieswandt

Wollrode. Es gibt Menschen, die ihr halbes Leben nach dem Wohl anderer ausrichten und für diese Leistung auch nichts bekommen möchten.

Georg Margraf aus Wollrode ist so ein Mensch. Er engagiert sich bereits seit 40 Jahren in der Kommunalpolitik, im Sportverein und in der Kultur- und Heimatgeschichte. Für diese lebensfüllende Aufgabe wurde er am Mittwoch in der Homberger Kreisverwaltung von Landrat Frank-Martin Neupärtl mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Es war nicht die erste Auszeichnung für den 71-Jährigen, bereits im Jahr 1978 erhielt er für seine Verdienste den Ehrenbrief des Landes Hessen.

„Ich möchte die Geschichte nicht verloren gehen lassen und für nachfolgende Generationen aufbereiten.“

Georg Margraf

Dabei blickt Georg Margraf auf ein bewegtes Leben zurück. Nach seinem Studium arbeitete er bei der Hessischen Landgesellschaft in Kassel als Planer und Koordinator. Sein ehrenamtliches Engagement begann 1973 als Beigeordneter der Gemeinde Guxhagen.

Von 1985 bis 2006 arbeitete er im Ortsbeirat Wollrode mit. Er darf sich seit diesem Jahr Ehrenmitglied des Ortsbeirates nennen. Einen sehr entscheidenden Anteil zur Dorfentwicklung trug Margraf bei, indem er sich im TSV 1912 Wollrode engagierte. Er begründete die Tradition des Sommerfestes, das schon 42 Mal gefeiert wurde und brachte den Verein auf über 500 Mitglieder. Zudem half er dabei, den Bau des Vereinslokales voranzutreiben.

Modellbauer

Der Hobbymodellbauer, der in seiner Freizeit gerne filmt, hat aber noch eine viel größere Leidenschaf: die Historie. „Ich möchte die Geschichte nicht verloren gehen lassen und für nachfolgende Generationen aufbereiten.“ Bereits seit 1998 sammelt Georg Margraf alte Dokumente aus dem Kirchenarchiv oder von Bekannten, um sie in der mittlerweile zweiteiligen Dorfchronik zusammenzustellen. Ist ein altes Foto aufgetaucht und die Person unbekannt, kann es auch schon passieren, dass er das Foto im Dorfladen aufhängt, in der Hoffnung, dass die Person jemandem bekannt ist. Georg Margrafs Liebe zur Geschichte geht sogar so weit, dass er noch für zwei weitere Vereine im Dorf Chroniken gefertigt hat. Bei so viel Engagement wird das verliehene Kreuz sicher auch in einer Chronik einen Ehrenplatz finden. (lin)

Quelle: HNA

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