Eine Stadt für die Kinder

75.000 Euro aus Stiftung und Beiträgen für 65 Projekte

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Verantwortung: Im Jugendtreff Haspel werden Jugendliche zu Teamern ausgebildet. Die Jugendlichen übernehmen dann selbstständig eigene Gruppen. Im Bild mit lila Schal Haspel-Leiterin Gabi Geßner-Görl.

Melsungen. Der Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen unterstützt in diesem Jahr 65 regionale Projekte. In einer Klausurtagung wurden die Projekte festgelegt. Insgesamt werden 75.000 Euro ausgeschüttet.

Mehr als 50.000 Euro stammen dabei aus Zinserträgen der Stiftung für ein kinder- und familienfreundliches Melsungen, 12.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins und 10.000 Euro aus Rücklagen. Die Projektverantwortlichen erhalten in diesen Tagen Post über die Zusage", sagt Karin Plötz-Hesse vom Kinder- und Familienbüro.

Zu den wichtigen Schwerpunkten der Förderung gehören Themen wie Überwinden von Sprachbarrieren, die Bewegungsförderung, Förderring durch Musik, die Unterstützung des Ehrenamts und vor allem die Förderung und der Zugang zu Bildung.

Bei den Zuwendungen handele es sich immer um eine Unterstützung der Projektarbeit und nicht um eine volle Finanzierung, sagt Ilona Braun, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Neu dabei seien etwa 20 Angebote - unter anderem der Erlebnisraum Natur, eine Projekt der Kindertagesstätte am Schloth, des Hessischen Forstamtes und des Naturschutzbundes (Nabu). Die Kinder sollen Hütten bauen, motorische Fähigkeiten beim Klettern schulen und während einer Nachtwanderung im Knüll die Natur von einer anderen Seite kennen lernen.

Ebenfalls neu sei die Biber-Bande. Nabu, Grundschule am Schloth, die Wolfgang-Fleischert-Schule Röhrenfurth, die Radko-Stöckl-Schule und der Melsunger Umweltberater böten eine Natur- und Umweltschutzgruppe für Kinder und Jugendliche aus Melsungen an, sagt Bürgermeister Markus Boucsein, der zugleich Vorsitzender des Vereins ist.

Die Vielfalt der Projekte sei enorm, sagt Braun. Wichtig sei, alle Melsunger anzusprechen. So bietet die AKGG eine Kunstwerkstatt für Kinder mit Behinderung an und die Feuerwehren werben mit den Löschlöwen für Nachwuchs in der Branderziehung. Das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, die im Hintergrund die Vielzahl der Projekte auf den Weg brächten, sei besonders erwähnenswert.

"Wir wollen Kooperationen anstoßen und Angebote zusammenbringen", erklärt Ilona Braun weiter. So würden sich beispielsweise die Schulen die Ferienzeit mit Betreuungsangeboten aufteilen. "Wir müssen noch stärker dafür kämpfen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelingt", appelliert sie.

Beispielhafte Initiativen gebe es außerdem vom Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz, die beide Ferienlager in Sommerferien anböten sowie vielen weiteren Projektträgern.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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