Langfristige Erlaubnis zur Förderung von Grundwasser bis 2041

Asteröder Verein sorgt für Wasser

Treffen im Hochbehälter: Mitglieder des Vereins Wasserversorgung Asterode (von links) Heinrich Scheuer, Wilfried Grimm, Walter Stähling, Erhard Süsser und Gerald Knab präsentierten die Anlage des 2007 in Betrieb genommenen Hochbehälters am Ziegenberg. Foto: Heist

Asterode. Im Neukirchener Stadtteil Asterode wird die Wasserversorgung von einem Verein organisiert. Mehr als 150 Einwohner haben sich in der Wasserversorgung Asterode zusammengeschlossen. Hervorgegangen ist der Verein 2003 aus den beiden Wasserleitungsgenossenschaften Asterode I und II.

Mit dem Neubau des 2007 in Betrieb genommenen Hochbehälters am Ziegenberg – dem Hobaz – ging eine umfassende Sanierung der bereits bestehenden Anlagen einher.

Mühe und Investitionen haben sich bezahlt gemacht. Das Regierungspräsidium Kassel erteilte dem Asteröder Verein eine langfristige wasserrechtliche Erlaubnis für 30 Jahre. Bis Ende 2041 darf der Verein Grundwasser fördern, um den Neukirchener Stadtteil mit Trink- und Brauchwasser zu versorgen.

Trinkwasser habe für alle eine große Bedeutung, da sind sich die Vereinsmitglieder Erhard Süsser, Heinrich Scheuer, Walter Stähling, Wilfried Grimm und Gerald Knab einig. Die Qualität des Asteröder Wassers sei generell sehr gut, weil es aus Wäldern komme, wo es keine Landwirtschaft gäbe. Dies sei mit ein Grund gewesen, die Förderung der einstigen Genossenschaften als Verein fortzusetzen, erklärten die Mitglieder der Wasserversorgung in einem Gespräch mit der HNA.

„Trinkwasser zu gewinnen, ist so einfach, und doch so kompliziert“, sagte Knab, der seit 2003 Vereinsvorsitzender ist.

Mit den Quellen trete das Wasser aus dem Erdreich zutage, doch Trinkwasserverordnung und Gesetzgebung gäben eine strikte Reglementierung vor, die einzuhalten sei. In dieser Hinsicht habe sich die Investition in den Hochbehälter Hobaz bewährt. Die Erneuerung der Anlage gewährleiste die Versorgungssicherheit des Ortes. Umweltverträglichkeit und Klarheit über die Eigentumsverhältnisse seien zwei Voraussetzungen für den Erhalt der wasserrechtlichen Erlaubnis des Vereins gewesen. Man wache mit Argusaugen über die Anlage und führe regelmäßig Kontrollen durch.

Sechs Quellen

Verteilt auf die beiden Quellgebiete Wickelsberg und Ziegenberg, dienen insgesamt sechs Quellen der örtlichen Wasserversorgung mit 172 Anschlüssen. Aufbereitet wird das Wasser im Hobaz. Der moderne Hochbehälter verfügt über zwei Wasserkammern mit je 80 Kubikmetern Speichervolumen.

Je nach Witterungslage habe die Anlage bis zu 90 Kubikmeter Zulauf pro Tag, berichtete Knab. Rund 60 Kubikmeter würden täglich genutzt. Über einen Überlauf führe man das überschüssige Wasser zum Bach zurück.

Der vom Verein festgelegte Wasserpreis liege bei 1,50 Euro pro Kubikmeter, zuzüglich Mehrwertsteuer. Damit könne der Verein die laufenden Kosten decken.

Aufgrund der großen Kapazitäten der Asteröder Anlage lagere der Verein auch das Löschwasser für die Stadt Neukirchen.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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