Neue Fuldabrücke verbindet Binsförth und Heina

Vereint gegen die Lücke

Großer Bahnhof: Zur Eröffnung der Baustelle kamen neben vielen Einwohnern auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Vorne von links Jürgen Hasheider, Dieter Kühnemund, Karl-Heinrich Schönewald, Doris Küllmer, Herbert Wohlgemuth und Walter Schreiber. Foto: M. Berger

Binsförth. Jetzt kann es endlich losgehen. Nach genau zwei Jahren und drei Tagen haben die Binsförther am Freitag den ersten Spatenstich für ihre neue Fuldabrücke gesetzt. Die alte war aus Sicherheitsgründen am 7. Juli 2009 gesprengt worden.

Die Brücke kommt insbesondere Einwohnern in Binsförth und Heina zugute. „Aus einer verbindenden Brücke wurde damals eine trennende Lücke“, dichtete Bürgermeister Herbert Wohlgemuth zum Festakt, bei dem fast das gesamte Dorf dabei war. „Und diese Lücke wollen wir nun endlich schließen.“

Bis zum Jahresende muss die Brücke gebaut sein, erklärte der Bürgermeister, ansonsten verfielen die öffentlichen Zuschüsse.

Zwei Jahre des Hoffens und Bangens liegen hinter den Binsförthern. „Zwei Jahre, in denen wir so manchen Kampf austragen mussten“, wie Ortsvorsteherin Doris Küllmer betonte. Denn an öffentliches Geld für den Bau einer neuen Brücke zu kommen sei gar nicht so einfach gewesen, berichtete Wohlgemuth. Getragen werden die Kosten von etwa 750 000 Euro zu jeweils einem Drittel vom Schwalm-Eder-Kreis, vom Konjunkturprogramm der Bundesrepublik und von der Flurbereinigungsbehörde getragen.

„Die sympathischsten Geldgeber von allen sind jedoch die Binsförther und Heinaer Dorfgemeinschaften“, sagte Wohlgemuth. Immerhin knapp 2600 Euro haben die Bewohner der beiden Orte gesammelt und für die Brücke gespendet. Denn die Verbindung über den Fluss ist den Menschen viel wert. „Die Wege sind dann wieder deutlich kürzer“, sagte Karl-Heinz Bickel, dessen Familie Ackerland jenseits der Fulda hat und seit zwei Jahren lange Umwege fahren muss. (zbg)

Quelle: HNA

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