Verhaltenes Interesse an EAM-Beteiligung: Nur wenige Kommunen wollen Anteile

Wolfhager Land. Die Möglichkeit, Anteile an der neu gegründeten EAM zu erwerben, stößt bei den Städten und Gemeinden im Wolfhager Land auf verhaltenes Interesse. Die Vertreter von Städten und Gemeinden wollen sich auf den bevorstehenden Informationsveranstaltungen noch intensiver mit dem Thema befassen.

„Den ehrenamtlichen Stadtverordneten fehlen noch fast alle Infos“, sagt Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn. Er sei zwar schon über die Kernbereiche wie die anteilige Kaufpreisentwicklung informiert. Doch einige Fragen seien noch unbeantwortet, etwa die, ob Zierenberg überhaupt Gewinnchancen habe und wie hoch diese sind.

Grundsätzlich interessiert an der Beteiligung ist die Stadt Naumburg. „Erst im Anschluss an die Infoveranstaltungen können wir über die Höhe der Anteile entscheiden. Dann wird auch klar, welcher Topf noch zu verteilen ist“, so Bürgermeister Stefan Hable.

Der Anteil, mit dem die Städte und Gemeinden einsteigen können, richtet sich nach der Anzahl der Strom- und Gasanschlüsse im jeweiligen Gemeindegebiet. Die Gemeinde Bad Emstal könnte beispielsweise 0,3 Prozent EAM-Anteile erwerben. „Die Entscheidung liegt aber bei den 32 Gemeindevertretern. Ob Interesse besteht, kann ich noch nicht beurteilen“, so Ralf Pfeiffer, Bürgermeister von Bad Emstal.

Die Gemeinde Breuna hat kein Interesse, weil sie bereits Anteile an der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) erworben hat, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann.

Auch in Habichtswald ist noch nichts entschieden, skeptisch zeigte sich jedoch Neidhard Heinemann, Erster Beigeordneter der Gemeinde. Er persönlich tendiere zu einem „Nein“, so Heinemann.

Bei der Stadt Wolfhagen steht noch nicht fest, wann in den Gremien über das Thema gesprochen wird, erklärte Horst Förste, Erster Stadtrat, gegenüber der HNA.

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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