Verkauf von Homberger Kasernen-Areal soll annulliert werden

Homberg. Der Verkauf von Grundstücken der ehemaligen Dörnberg-Kaserne in Homberg an die Interessentengemeinschaft Hucke/Althaus soll rückgängig gemacht werden. Das hat das Homberger Parlament am Donnerstag mit klarer Mehrheit entschieden.

Vorangegangen waren heftige Vorwürfe gegen Bürgermeister Martin Wagner, die Hessische Landgesellschaft (HLG) und den CDU-Stadtverordneten Axel Althaus, der allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Sitzung teilnahm.

SPD, FWG und Grüne hatten die Rücknahme der Option für die Interessegemeinschaft und die Rückabwicklung des Kaufs beantragt. Fünf Mitglieder der CDU-Fraktion stimmten gegen diese Anträge, es gab sechs Enthaltungen aus den Reihen von CDU, FDP und FWG. Außerdem soll ein Akteneinsichtausschuss prüfen, ob die HLG, die die Verkäufe für die Stadt abwickelt, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen ist. Sprecher von SPD, FWG und Grünen kritisierten, dass bei dem Verkauf des Kasernengeländes an die Interessengemeinschaft Hucke/Althaus alle parlamentarischen Spielregeln außer Kraft gesetzt worden seien.

Potenzielle Interessenten hätten sich zunächst in der Arbeitsgruppe Konversion und im Magistrat vorstellen sollen. Das sei nicht geschehen.

Die eigentliche Absicht, das Gelände für Veranstaltungen und Messen zu kaufen, habe weder Bürgermeister Wagner, noch die HLG oder der Stadtverordnete Axel Althaus offen gelegt. Ursprünglich sei es um die Ansiedlung eines Elektrobetriebes gegangen.

Laut Handelsregister-Eintrag firmiert das Unternehmen jetzt unter Messe-Park Homberg GmbH. Gesellschafter und Geschäftsführer sind Axel Althaus und Thomas Hucke.

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Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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