Verkauf des Kirchberger Jugendclubs beschlossen - Suche nach Domizil läuft

Kirchberg. Der Verkauf des Kirchberger Jugendclubs wird am Donnerstag beschlossen. Davon ist nach bisheriger Entwicklung auszugehen. Das bestätigt auch Werner Lange, Niedensteins Bürgermeister. Auch die Jugendlichen hätten sich wohl damit abgefunden.

40.000 Euro sind als Verkaufspreis für das Grundstück im Gespräch, das alte Schulgebäude geht für einen symbolischen Euro an Torsten Orendt von den Orendt-Studios.

Das Geld reiche sicher nicht, um einen vergleichbaren Ersatz neu zu bauen, sagt Lange. Genau dies soll auch in der Stadtverordnetensitzung in Kirchberg beschlossen werden.

Kein Geld für Neubau

Der Tagesordnungspunkt kommt ganz unaufgeregt daher: Bereitstellung von neuen Jugendräumen im Stadtteil Kirchberg. Die Diskussion verspricht aber alles andere als unaufgeregt zu werden, die Suche nach adäquatem Ersatz wird die Beteiligten wohl auch Nerven kosten. "Für einen Neubau hat die Stadt eigentlich kein Geld", gibt Lange zu bedenken und schiebt nach: "Aber ein Leerstand in Kirchberg, der sich so ohne Weiteres eignet gibt es auch nicht.

Ein Dilemma für die Stadt. Um den Top-Steuerzahler Orendt nicht zu verlieren, muss Ersatz her, wo es eigentlich keinen gibt. Das Problem soll in den kommenden Jahren eine Findungskommission lösen. Die soll in der Sitzung gegründet werden - mit Stadtverordneten, Magistratsmitgliedern, dem Ortsbeirat Kirchberg und natürlich mit Jugendlichen. "Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie vorbildlich sich die Jugendlichen verhalten", lobt Lange. Mit sachlichem Protest, Unterschriftenlisten und jetzt mit konstruktiven Forderungen an die Stadt. "Wir wollen bei dieser Sache nicht die Verlieren sein", hatten sie in einem Schreiben formuliert.

Die Stadt wolle alles damit tun, dass sie es nicht werden, sagt Lange. Und keinesfalls wolle man warten, bis die Übergangszeit von drei Jahren, solange hatte Orendt der Stadt Zeit gegeben, verstrichen sei.

"Wir benötigen zügig eine Lösung für unsere Jugendlichen." In der November-Sitzung solle den Stadtverordneten ein Ergebnis präsentiert werden, so wäre es möglich, noch in diesem Jahr eine Entscheidung zu fallen, sagt er.

Einvernehmliche Lösung

Jetzt gehe es darum, den Bedarf zu ermitteln, den die Jugendlichen hätten und konzeptionelle Überlegungen anzustellen, welche Form die Jugendarbeit künftig haben soll. "Es gibt keinen Dissens, dass die Jugendlichen einen Ersatz brauchen und die Lösung einvernehmlich mit ihnen getroffen werden soll", sagt Werner Lange.

Die Sitzung der Stadtverordneten im Kirchberger Bürgerhaus beginnt am Donnerstag, 2. Februar, um 20 Uhr und ist öffentlich.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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