Gilserberger fordern Ausbau der Ortsdurchfahrt Schönstein mit Gehweg

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Demonstration von Eltern und Kindern: Im Dezember forderten Schönauer, die Straße endlich auszubauen und einen Gehweg zu schaffen, auch, um den Kindern eine Schulwegsicherheit zu gewährleisten.

Gilserberg. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt des Gilserberger Ortsteils Schönstein, das ist den Dorfbewohnern gleichermaßen ein Anliegen wie den Fraktionen in der Gemeindevertretung Gilserberg.

Seit 20 Jahren bemühen sich das 146-Einwohner-Dorf und Gilserbergs Bürgermeister Lothar Vestweber um einen Gehweg in der Ortsdurchfahrt, die angesichts der schmalen Straße eine Gefahr für Fußgänger birgt. Nun macht die Gemeindevertretung mit einer Resolution bei der zuständigen Stelle erneut Druck.

„Wir wollen nicht überfahren werden“, das stand auf einem der Plakate, mit denen die Schönsteiner Kinder und Eltern vor wenigen Wochen durchs Dorf zogen. Mehrfach habe die Gemeinde Zusagen für einen Ausbau der maroden Straße und die Schaffung eines Gehweges bekommen, sagte der Gilserberger Bürgermeister Lothar Vestweber. Das Vorhaben aber sei stets klammen Finanzen zum Opfer gefallen. „Die Zusagen wurden leider nicht eingehalten.“

Fraktionen einig

Anlass, erneut einen Vorstoß zu wagen, war eine Mitteilung des Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, dass ein Ausbau nicht vor 2013 in Aussicht gestellt werden könne. Bis dahin war das Jahr 2012 als Baustart im Gespräch gewesen.

Nun üben die Fraktionen der Gemeindevertretung Gilserberg den Schulterschluss. „Hier hilft nur gemeinsames Vorgehen, um der Politik deutlich zu machen, dass hier etwas getan werden muss“, forderte Klaus Vestweber (SPD). Die Gemeinde alleine könne das nicht stemmen, sagte er mit Blick auf den Bau eines Gehweges, der 150 000 Euro zu Buche schlagen würde. Fördermittel gibt es nur, wenn der Straßenausbau und der Neubau eines Gehweges in einer gemeinsamen Maßnahme umgesetzt werden, erklärte Klaus Vestweber.

„Es kann nicht sein, dass sich Kinder und ältere Leute nicht im Ortskern bewegen können“, beklagte sich Michael Stuhlmann, Fraktionsvorsitzender der CDU in einem Plädoyer für Schönstein. Laut Stuhlmann sei es fatal, weil die Straße so schmal ist und Fußgänger keine Möglichkeit zum Ausweichen haben. Wenn sich Bus und ein Lkw in der Ortslage begegnet, wird es eng. „Wir müssen den Zustand beseitigen, der so nicht mehr hinnehmbar ist“, sagte Stuhlmann, der es gerne sähe, wenn für Schönstein ein Schulwegsicherungsplan gemacht würde.

Einstimmig verabschiedete die Gemeindevertretung eine Resolution, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung aufzufordern, den Ausbau derLandesstraße 3425 mit einem Gehweg im Bereich der Ortsdurchfahrt Schönstein nicht erst 2013, sondern 2012 durchzuführen. Gleichzeitig wird das Amt für Straßen- und Verkehrswesen aufgefordert, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Ergebnisse auseiner geplanten Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung einfließen zu lassen. (alx)

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Quelle: HNA

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