Reform der Verkehrssünderkartei ist für den ADAC überfällig

Verkehrswacht fordert stärkere Kontrollen

Verkehrsminister Ramsauer will das Verkehrssünderregister reformieren.

Wolfhager Land. Bei acht Punkten ist künftig der Führerschein weg. Wer eine rote Ampel missachtet, wird mit einem Punkt bestraft und nicht mehr mit drei Zählern. So sieht es das Verkehrssünderregister ab 2013 vor.

Das System soll einfacher, gerechter und transparenter sein. Die Verkehrswacht Wolfhagen begrüßt die Reform. „Das bisherige System war zu komplex“, sagt der Vorsitzende Friedrich Keim.

„Die 18 Punkte und der damit verbundene Führerscheinentzug waren in der Wahrnehmung vieler weit weg. Jetzt lässt sich der Punktestand leichter ablesen“, meint der 73-Jährige. Er kümmert sich seit Jahrzehnten um die Verkehrserziehung im Wolfhager Land. Der Pensionär hofft, dass die Reform mit einem Umdenken bei den Verkehrssündern einhergeht und setzt auf einen „vernünftigeren“ Fahrstil.

Keim fürchtet jedoch, dass sich das Fahrverhalten nicht ändern wird. „Es nimmt nicht jeder Anstoß. Viele werden weiterfahren wie bisher.“ Verkehrsteilnehmer sind seiner Meinung nach oft zu ungeduldig. Der Verkehrsexperte sieht daher neben der Reform an anderer Stelle Handlungsbedarf. „Es wird zu wenig kontrolliert“, sagt er und meint damit vor allem die Geschwindigkeitskontrolle.

Auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) Hessen-Thüringen befürwortet die Reform des Verkehrssünderregisters. „Die ab Ende 2013 geltende Neuerung ist nach Ansicht des ADAC überfällig“, begrüßt ADAC Hessen-Thüringen Pressesprecher Cornelius Blanke die Reform.

Für mehr Transparenz sollen klare Tilgungsfristen sorgen. „Das alte System mit seinen Überliege- und Tilgungsfristen hat kein Mensch mehr verstanden. Ein einfaches und gerechtes System erhöht nicht nur die Rechtssicherheit, sondern auch die Verkehrssicherheit“, sagt Blanke. Das neue System sei einfacher und effizienter.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare