Verkehrswacht Wolfhagen zeichnete vier bewährte Autofahrer aus

orbilder im Straßenverkehr: Friedrich Keim, Vorsitzender der Verkehrswacht Wolfhagen zeichnete (von links) Walter Alheid, Hildegard Kloppmann, Stephan Runge, Christel Pflüger und Wilfried Holzhauer als bewährte Kraftfahrer aus. Fotos: zih

Wolfhagen. Jeweils zwei weibliche und männliche Kraftfahrer aus dem Wolfhager Land dürfen sich mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Verkehrswacht, dem Goldenen Lorbeerblatt, schmücken.

Denn Hildegard Kloppmann (Oberelsungen), Christel Pflüger (Wolfhagen) Walter Alheid (Bründersen) und Wilfried Holzhauer (Bad Emstal) sind seit 50 Jahren nicht nur unfallfreie Straßenverkehrsteilnehmer, sondern wurden in dieser Zeit auch nicht wegen einer Verletzung von Straßenverkehrsvorschiften verurteilt beziehungsweise mit einem Bußgeld belegt.

Friedrich Keim, seit 26 Jahren Vorsitzender der Verkehrswacht sagte während der Verleihung in der Wolfhager Gaststätte Chattenturm: „Die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer hat eine Doppelfunktion.“ Einerseits dient sie der Anerkennung für vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr in der Vergangenheit, gleichzeitig nimmt sie die Ausgezeichneten aber auch für die Zukunft in die Verantwortung.

Gleichzeitig Verpflichtung

Diese verpflichten sich mit der Auszeichnung, weiterhin durch umsichtiges, rücksichtsvolles und hilfsbereites Verhalten im Straßenverkehr Vorbild für andere Verkehrsteilnehmer zu sein. Neben den vier neuen Trägern des Goldenen Lorbeerblattes gab es für Stephan Runge (Wenigenhasungen) Bronze für zehn Jahre.

Trotz Protest ihrer Schwiegermutter, „Frauen brauchen so etwas nicht“, machte die Oberelsungerin Hildegard Kloppmann im Frühjahr 1962 in der Wolfhager Fahrschule Schaub ihren Führerschein.

Das Übungs- und Prüfungsfahrzeig war ein Opel Rekord mit Lenkradschaltung. Einschließlich der Prüfungsfahrt benötigte sie nur zwölf Stunden, „obwohl ich vorher noch nie an einem Lenkrad saß.“ Was der Führerschein damals kostete, kann sie nicht mehr genau sagen. „Es müssen so um die 300 Mark gewesen sein.“ In der Familie, die einen Lebensmittelladen betrieb, war bereits ein Auto vorhanden, „das wir uns aber gut zehn Jahre lang mit der Familie Rudolph teilten.“ Nach Erhalt „ihres Lappens“ machte sie sofort ihre erste Spitztour nach Korbach zu ihrer Schwester.

Kosten verrechnet

Mit der Oberelsungerin wagte sich damals auch Christel Pflüger aus Wolfhagen in der Fahrschule Schaub an den Führerschein. „Den ich eigentlich nicht machen wollte. Doch es war ein Geschäft auf Gegenseitigkeit“, erinnert sie sich. Ihr Mann Erich, mit dem sie vorher auf Feldwegen etwas geübt hatte, renovierte als selbständiger Malermeister die Schaubsche Wohnung. Ein Teil der Rrechnung, etwa 300 Mark, wurde mit den Kosten für den Führerschein verrechnet.

Nach bestandener Prüfung kutschierte sie stolz mit dem neuen Familienauto, einem Opel Rekord 1700, kreuz und quer durch Wolfhagen. (zih)

Quelle: HNA

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