Stahlgerüst am Westheimer Tor soll nach historischem Vorbild gestaltet werden

Verkleidung fürs Stadttor

So soll es aussehen: (von links) Dr. Dirk Richhardt und Heider Olten vom Stadtmarketing mit dem Entwurf für die historisch anmutende Gestaltung des Westheimer Tors. Für die Umsetzung fehlt nur noch das Geld. Dafür soll jetzt gesammelt werden. Foto: Schäfer

Homberg. Zu Weihnachten wird es von Tannengrün, im Frühjahr von üppiger Blumenpracht geschmückt. In der Übergangszeit steht am Westheimer Tor ein trostloses Stahlgerüst. Das soll sich ändern. Das Stadtmarketing in Homberg plant eine historische Verkleidung. Für die Umsetzung sollen jetzt Spenden gesammelt werden.

„Die Leute finden das Gerüst einfach nicht schön“, sagt Stadtmarketing-Geschäftsführer Dr. Dirk Richhardt. „Also haben wir uns überlegt, wie wir es hübscher machen können.“ Schnell war die Idee geboren: Am Westheimer Tor soll es aussehen wie früher. Früher, das bedeutet in diesem Fall 1819.

Aus diesem Jahr stammt eine zeitgenössische Darstellung, die hessische Jäger vor dem Westheimer Tor zeigt. „Das Bild hat als Vorlage gedient“, erklärt Heider Olten, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins. „Auf der Grundlage hat ein Grafiker dann einen Entwurf angefertigt.“

Spezielle Folie wird benötigt

Ein Entwurf, der nicht in Mörtel und Stein umgesetzt werden soll. „Wir wollen das Stahlgerüst verkleiden, an dem die Weihnachts- und die Blumendekoration angebracht wird“, erklärt Richhardt. Die Idee dafür habe man sich in Berlin abgeschaut. „An der Stelle, an der das Stadtschloss wiederaufgebaut werden soll, steht ja derzeit auch ein verkleidetes Gerüst.“

Auf eine speziellen Folie soll das Abbild des historischen Stadttores gedruckt werden. Sie wird dann ums Gerüst gespannt. „Ganz einfach ist das nicht“, sagt Heider Olten. Einiges sei dabei zu beachten. „Die Folie muss winddurchlässig sein, sonst gibt es bei starken Böen Probleme mit der Statik.“ Das Gerüst müsse noch ein bisschen angepasst werden, erklärt Dirk Richhardt. Finanziert werden soll das Projekt vor allem durch Spenden. Gesammelt wurde bereits auf dem Weinfest im vergangenen Jahr. Dabei kamen 900 Euro zusammen. Eine Summe, die von der Begeisterung der Homberger für das Projekt zeugt, meint Richhardt: „Man muss bedenken, dass wir nur zwei Stunden lang gesammelt haben.“

Noch etwa 2400 Euro fehlen, damit das Westheimer Tor in seinem alten Kleid den Eingang zur Innenstadt schmücken kann. Wer gerne einen Beitrag für die Verschönerung leisten möchte, der kann eine Spende überweisen. • Spendenkonten für das Westheimer Tor: Kreissparkasse Schwalm-Eder, BLZ 520 521 54, Konto: 0 18 00 34 0 50 VR-Bank Schwalm-Eder, BLZ: 520 626 01, Konto 21 50 4

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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