Verluste beim Freiwilligen Kirchgeld um 12 000 Euro im Wolfhager Land

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Joachim Pothmann

Wolfhagen. 87 733 Euro kamen im Jahr 2013 durch das Freiwillige Kirchgeld des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen zusammen. Das sind über 12 000 Euro weniger als im Jahr 2012. Auch die Zahl der Spender ist rückläufig und sank um 174 auf 2021 Spender. Die durchschnittliche Spendenhöhe lag bei 43,41 Euro (2012: 45,45 Euro).

Die Gemeinde Bad Emstal Sand hat im 8. Projektjahr das erste Mal am Freiwilligen Kirchengeld teilgenommen und Spenden in Höhe von 9205 Euro eingenommen. „Ich bin von den über 2000 Spendern begeistert“, sagt Dekan Dr. Gernot Gerlach.

Zweites Standbein

Das Freiwillige Kirchgeld wurde eingeführt, um eine zweite finanzielle Säule aufzubauen, denn die Einnahmen aus der Kirchensteuer werden geringer, so der Dekan.

Wie Pfarrer Joachim Pothmann, Referatsleiter des Spendenwesens von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), erklärte, werden die Spenden vor allem für die Bauunterhaltung, meist Kirchen und Gemeindehäuser, die Kirchenmusik und für die Kinder- und Jugendarbeit verwendet.

Laut Pfarrer Stefan Kratzke aus Balhorn-Altenstädt findet das Freiwillige Kirchengeld bei den Gemeindemitgliedern eine hohe Akzeptanz. In einem Spendenbittbrief werden jedes Jahr Projekte vorgeschlagen. Auch die Gemeindemitglieder können Ideen einreichen.

Das es in diesem Jahr weniger Spender gegeben hat, hat verschiedene Ursachen. „Im Rahmen des Dorferneuerungsprojektes haben 50 Spender für den neuen Kirchplatz und den barrierefreien Eingangsbereich gespendet“, erklärt Pfarrer Kratzke. „Alleine dadurch haben sich dieses Jahr 50 Spender nicht am Freiwilligen Kirchengeld beteiligt.“

Auch Pfarrer Joachim Pothmann ist über die Spendenbereitschaft dankbar. Er weist aber auch darauf hin, dass der Spendenbittbrief eine Woche nach dem Tebartz-van-Elst-Skandel abgeschickt wurde. Er wolle darin aber nicht den Hauptgrund für den Spendenrückgang sehen. „Das Ergebnis ist für uns ein Ansporn es das nächste Mal noch besser zu machen.“

Drei Kirchengemeinden verbesserten ihr Spendenergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Zuwachs hatte Leckringhausen mit einem Plus von 66 Prozent, gefolgt von Nothfelden (63 Prozent) und Viesebeck (4 Prozent).

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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