Imkerverein 1865 Wolfhagen sucht  Zusammenarbeit mit Landwirten

Wurden geehrt: (von links) Andreas Wassmuth, Horst Wöllenstein, Horst Broger, Dieter Kleinhans. Foto: privat

Altenhasungen. Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Imkervereins 1865 Wolfhagen stand die Diskussion über die zu erwartenden erheblichen Bienenvölkerverluste. Rückmeldungen der Imker lassen einen Ausfall von einem Drittel der Bienenvölker befürchten.

Damit würde sich die Völkerzahl im Wolfhager Land im Frühjahr dieses Jahres auf etwa 200 Bienenvölker verringern, so Heinrich Bachmann vom Vereinsvorstand.

Eine Ursache sei die Varroa-Milbe. Seit Jahrzehnten werde der Parasit bekämpft. Aber auch Pflanzenschutzmittel stellten eine Gefahr für die Bienenvölker dar. Ein besonderes Problem seien Insektizide und hier die Gruppe der so genannten Neonicotinodie. Neonicotionide sind Nervengifte, die in Beizmitteln zur Verwendung kommen und vom Saatgut in die aufkeimende Pflanze übertragen werden. Untersuchungen hätten inzwischen ergeben, so Heinrich Bachmann, dass der Pflanzenkontakt bei den Bienen eine Orientierungslosigkeit auslöst und sie danach nicht zum Bienenstock zurückfinden.

Der Vorstand beabsichtigt in diesem Zusammenhang Kontakt mit den örtlichen Landwirten aufzunehmen, um diesen die Problematik und deren Auswirkungen ausführlich zu erläutern. Für langjährige Mitgliedschaft wurden vom Landesverband Hessischer Imker mit einer Urkunde und Treuenadel geehrt: Heidi Brüning, Dieter Kleinhans und Andreas Wassmuth (jeweils für 15 Jahre), Horst Wöllenstein, Horst Broger und Celestin Konrad (jeweils für 25 Jahre).

Als gesellschaftliche Veranstaltung wurde beschlossen, am Samstag, 29. Juni, gemeinsam mit den Familienangehörigen ein Grillfest zu feiern. (red/ant)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare