Interessantes für Schüler im Umgang mit Smartphones und Computern im Internet

Nur vermeintlich sicher im Netz

Legaler Hacker: Felix Weiß erzählte Schülern aus Homberg, welche Sicherheitslücken es bei Handys und im Internet gibt. Fotos: bsx

Homberg. Da wollte einer der Schüler besonders clever sein: Er versuchte, unter dem Namen „Hitler“ das Handy eines professionellen Hackers anzuzapfen. Dafür handelte er sich gleich zu Beginn der Vortragsveranstaltung über Internetsicherheit eine Standpauke ein.

Felix Weiß, Internet-Experte und legaler Hacker, wusste sofort, von welchem Handy die Attacke kam. Bei der Veranstaltung in der Stadthalle, zu der die VR-Bank Schwalm-Eder Schüler der 9. und 10. Klassen der Theodor-Heuss- und der Erich-Kästner-Schule aus Homberg eingeladen hatte, ging es um sicheres Surfen im Internet mit Handy und Computer. Ziel der Veranstaltung war es laut Daniel Fuchs, Mitarbeiter der VR-Bank, die Jugendlichen für die Gefahren zu sensibilisieren.

Über die Sicherheitslücken bei Internetdiensten referierte Profi-Hacker Felix Weiß. „Es ist vielen nicht bewusst, wie schnell man ein Handy anzapfen kann“, sagte Weiß. Wie das funktioniert, demonstrierte er live während des Vortrags.

In wenigen Sekunden hatte er die Daten eines Mobiltelefons ausgelesen. Seine Erklärung: Durch fehlerhafte Software gibt es technische Hintertürchen, die sich ein Hacker zu Nutze macht. Die Fehler könne man sich wie Rechtschreibfehler in einer Bedienungsanleitung vorstellen. Um sich vor so etwas zu schützen, solle man die Programm-Aktualisierungen immer installieren, sagte Weiß. Damit würden die gefundenen Rechtschreibfehler korrigiert und die Sicherheit verbessert.

Das Wichtigste im Umgang mit dem Internet sei es, niemals die Passwörter zu speichern. Die Sicherheit könne erhöht werden, wenn Kennwörter mindestens zehn bis zwölf Zeichen lang seien und aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen bestünden.

Mit den persönlichen Daten und Bildern solle man sehr vorsichtig umgehen, warnte der Experte, auch wenn man diese später wieder löschen würde. „Daten, die einmal im Internet standen, werden dort immer zu finden sein“, sagte Weiß. 

Von Benjamin Imgrund-Siebert

Quelle: HNA

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