82-Jähriger am Sendemast bei Schellbach gefunden

Vermisster lebte zwei Nächte im Wald

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Gefunden: Der vermisste 82-Jährige aus Lendorf wurde am Samstag in seinem Fahrzeug unterhalb des Sendemasten bei Schellbach im Wald lebend gefunden.

Schellbach. Der seit Donnerstagabend vermisste 82-Jährige Rentner aus Lendorf wurde am Samstag gegen 11.30 Uhr in einem Waldstück bei Schellbach unterhalb des Sendemasten in seinem Auto gefunden.

Der Mann wirkte stark verwirrt, wie die Polizei mitteilte. Zwei Nächte habe er in seinem Wagen im Wald verbracht. Er wurde zur Beobachtung ins Fritzlarer Krankenhaus gebracht.

Gegen 11.30 Uhr fuhren am Samstag zwei Arbeiter zum Sendemasten im Wald, um dort einen Kompressor zu holen. Dort bemerkten sie den braunen Ford Mondeo, der vom Weg abgekommen war und rückwärts vor einem Baum stand. Darin befand sich der Mann, der die beiden Arbeiter um Hilfe rief.

Er habe die Tür geöffnet und erzählt, dass er schon zwei Nächte dort verbracht habe, nichts gegessen und nichts getrunken habe, berichteten die Männer. Die Arbeiter versorgten den Mann mit Wasser und riefen Polizei und Notarzt. Die brachten den Rentner, der zudem über Herzprobleme klagte, zur Beobachtung in das Krankenhaus nach Fritzlar.

Der Mann war am Freitag als vermisst gemeldet worden. Er hatte am Donnerstagabend seinen Sohn in Rhünda besucht. „Wir waren gemeinsam im Fritzlarer Krankenhaus, weil mein Vater über Atemprobleme geklagt hat“, berichtete der 34-jährige Sohn an der Fundstelle. Der Vater habe dann aber doch nicht im Krankenhaus bleiben wollen und sei von dort mit dem eigenen Auto weg gefahren, sagte der Sohn.

Erst am nächsten Tag habe die Frau des Rentners bemerkt, dass ihr Mann am Donnerstag nicht nach Hause gekommen sei. Darauf hin wurde eine Vermisstenanzeige erstattet. Die Polizei habe mit dem Hubschrauber gesucht, sagte die Polizeibeamte vor Ort, allerdings vergebens.

Man habe ihn nicht in Schellbach vermutet, weil es dorthin keine Verbindung gab. Auch der Sohn konnte sich auf die Fundstelle keinen Reim machen.

Der Schellbacher Wald werde zwar häufig von Spaziergängern frequentiert, aber an dem Sendemast kämen nur wenige Menschen vorbei, erklärte sich die beiden Arbeiter das späte Auffinden des Mannes. (zty)

Quelle: HNA

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