Verschiedene Fachrichtungen: Bau von Ärztehaus startet in Fritzlar

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Fritzlar. Es gab konkurrierende Projekte, verschiedene Entwürfe und politische Entscheidungen. Jetzt ist die Zeit der Planungen vorbei. Mit dem Spatenstich am heutigen Mittwoch beginnt der Bau des Fritzlarer Ärztehauses.

Drei Stockwerke plus ein oben aufsitzendes Dachgeschoss für das Dialysezentrum sollen gebaut werden. Dazu gibt es eine Tiefgarage, eine Liegendeinfahrt und etliche Parkplätze. Die Zufahrt zum Haus, das hinter Schulamt und dem Amtsgerichtsgebäude liegt, wird über den Parkplatz des Domstadt-Centers ermöglicht.

Hinter dem Projekt, das zehn Millionen Euro kosten soll, stecken Dr. Joachim Knell von der Firma Argendo und Thilo Menzer, Nephrologe (Nierenspezialist) aus Homberg. Gemeinsam leiten sie die eigens gegründete GmbH Ärztehaus in Fritzlar - Gesundheitszentrum Fritzlar.

Auf die Frage, warum ein konkurrierendes Ärztehaus nicht realisiert wurde, hat Menzer eine klare Antwort. Die Planer hätten einfach nicht genügend Mieter gefunden. Für sein Haus seien dagegen 80 Prozent der Fläche bereits vergeben. In das Haus sollen neben Menzer, der auch Diabetologie als Fachgebiet hat, Orthopäden (Praxis Arnold/Jungermann/Stange), eine Physiotherapiepraxis (Pauls/Simon) und ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, dessen Name noch nicht genannt werden soll, einziehen.

Im internistischen Bereich soll es Spezialisten in den Bereichen Gastroenterologie (Magen-Darm), Kardiologie (Herz), Urologie (harnbildende und -leitende Organe, männliche Geschlechtsorgane) und Onkologie (Krebs) geben.

Dazu kommen das Sanitätshaus Thiel und der Akustiker Vitakustik. Eventuell soll es auch eine Cafeteria geben. Für die Ärzte habe es mehrere Vorteile, in eine solches Zentrum zu ziehen, sagt Menzer, der selbst bisher in Homberg, Fritzlar und Ziegenhain Patienten behandelt. So könnten Räume, Geräte und ein geplantes Labor gemeinsam nutzen. Es sei auch möglich, schnell Informationen über Patienten auszutauschen und sich gegenseitig zu vertreten.

Eigentlich sollte schon früher mit dem Bau begonnen werden, doch die Planung inklusive Brandschutz und anderer Aspekte sei kompliziert gewesen, erläutern die Initiatoren. Nun sollen die Arbeiten im September starten und möglichst ein Jahr später beendet sein. Doch das hängt mit dem Wetter zusammen. Sollte der Winter kalt werden, könnte sich die Fertigstellung verzögern.

Die Mieter im neuen Ärztehaus bezahlen 9,90 Euro pro Quadratmeter und müssen sich auf zehn Jahre Mindestmietdauer festlegen.

Quelle: HNA

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